Beweise für Zahlung von Bestechungsgeldern für Superviadukt vorhanden

Madrid: Eine Untersuchung der spanischen Staatsanwaltschaft gegen den Politiker Jordi Pujol Ferrusola brachte zum Vorschein, dass dieser Großaufträge für Baufirmen an Land zog und diese weiterverkaufte. Paraguay war auch mit dabei.

Am 31. März 2017 wurde das Superviadukt eingeweiht. Die Feier stand jedoch im Schatten des Kongressbrandes und landete damit nicht mehr auf den Titelseiten einer jeden Zeitung. Nichtsdestotrotz hat es nun das Potenzial erneut dahin zu kommen, da es Belege dafür gibt, dass das Ministerium für öffentliche Bauten unsauber gearbeitet hat.

Die spanische Zeitung hatte Einblick in den neuen Untersuchungsbericht der spanischen Staatsanwaltschaft, die Pujol Ferrusola als Hauptdarsteller in einer internationalen Korruptionsaffäre zeigt, die speziell in Afrika und Südamerika agierte und ihm Kommissionen von 10% einbrachte. Der Sohn von Pujol Ferrusola, Joseph, soll sich von den Auftraggebern die Kommissionen in einer unauffälligen Weise überweisen lassen, damit dem spanischen Finanzamt nichts auffällt.

Der Bericht enthält neue Fakten zu großen Initiativen in Gabun und Paraguay. Im Falle von Paraguay bezieht sich der Bericht direkt auf das Superviadukt und den Verbindungsmann von Pujol Jr. war Ernesto Manuel dos Santos, “der anscheinend direkten Kontakt zum Ministerium für öffentliche Bauten (MOPC) hat und die Ausschreibungsrichtlinien ändern kann”, so der Bericht der juristischen Polizei aus Spanien.

Diese Kommissionszahlung soll schon 2014 stattgefunden haben. In seinen Mails nach Paraguay schrieb der damals schon im Visier gestandene Pujol Ferrusola, dass seine Kommission vor dem Auge des spanischen Finanzamtes sicher sein müsste und wenn sich etwas ändern sollte, dann ändern wir die Verträge. Diese Mails waren an Ernesto Manuel dos Santos gerichtet.

Pujol verkaufte demnach der spanischen Firma Isolux den bestätigten Bauauftrag, der dann für 23 Millionen US-Dollar umgesetzt wurde. Zehn Prozent davon sind 2,3 Millionen US-Dollar. Folgen könnte diese Meldung für den Minister der Institution haben, da echte Beweise vorliegen.

Wochenblatt / El Mundo

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2 Kommentare zu “Beweise für Zahlung von Bestechungsgeldern für Superviadukt vorhanden

  1. In diesem Land muss man überhaupt froh sein, dass eine Baustelle fertig geworden ist und auch relativ zügig- und hoffen wir mal möglichst langlebig. Wenn da ein spanischer Politiker als Mittelsmann fungiert hat, dann erwartet ihn im Spanien wohl auch eine schmerzhafte Strafe, das muss nicht das Problem der Paraguayos sein.

  2. Wichtig ist, dass überhaupt etwas in die Gänge kommt, an die Schmiegeldzahlungen haben wir uns doch schon gewöhnt.