Asunción: In einem Land, wo der Strompreis ungefähr ein Achtel dessen des deutschen Strompreises beträgt und 30 Elektrobusse als Schenkung aus Taiwan für die bilaterale Freundschaft angenommen wurden, erklärt die Regierung, dass der Betrieb dieser teuer ist als die herkömmlicher Dieselbusse.
Die Ministerin für öffentliche Bauten und Kommunikation, Claudia Centurión wies in einem Radiointerview darauf hin, dass der technische Tarif dieser Einheiten höher ausfalle, garantierte jedoch, dass der Fahrpreis für die Nutzer unverändert bleibe.
Die Einführung von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr sorgt für Debatten über deren Betriebskosten. Ministerin Centurión, räumte ein, dass dieser Fahrzeugtyp höhere Ausgaben verursacht, versicherte jedoch, dass dies keine Auswirkungen auf den Geldbeutel der Fahrgäste haben werde.
Im Rahmen eines Interviews mit dem Radiosender erklärte die Leiterin des MOPC, dass der sogenannte technische Tarif der Elektrobusse bei etwa 6.500 G. liegt – ein Wert, der über dem von konventionellen Bussen liegt. Dieser Betrag, so die Ministerin, stehe in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der im System verfügbaren Einheiten.
Trotz dieser Ausgangslage betonte Centurión mit Nachdruck, dass der Fahrpreis keine Änderungen erfahren werde. Sie präzisierte, dass die aktuellen Tarife beibehalten werden:
3.400 G. für den Express-Service (Servicio Diferencial)
2.400 G. für den regulären Dienst (Servicio Convencional)
Modernisierung und Herausforderungen
Die Ministerin hob zudem hervor, dass der öffentliche Nahverkehr ein zentrales Thema auf der Agenda der Regierung sei, und erkannte den Unmut der Bürger über die Dienstleistungsqualität an. In diesem Zusammenhang erwähnte sie, dass an einer Modernisierung der geltenden Gesetzgebung gearbeitet werde, um das System zu verbessern.
Bezüglich der Gründe für die höheren Kosten der Elektrobusse erklärte sie, dass diese primär auf den Anschaffungswert der Fahrzeuge sowie die verbauten technologischen Komponenten zurückzuführen seien.
„Der Elektrobus ist etwas, das wir in unsere Flotte aufnehmen müssen“, bekräftigte sie und wies darauf hin, dass das Ziel ein Mischsystem sei, das elektrische und konventionelle Einheiten kombiniert.
Aktuell stehen etwa 40 Elektrobusse ungenutzt in Depots und warten auf eine endgültige Festlegung des technischen Tarifs. Das Zentrum der Verkehrsunternehmer des Ballungsraums (Cetrapam) hatte zuvor bereits das Fehlen von Entscheidungen kritisiert, um diese Einheiten endlich in den Verkehr zu bringen.
Wochenblatt / MOPC















