Blitze nehmen zu

Die globale Erderwärmung verursacht viele Wetterphänomene, jetzt geht man aber auch davon aus, dass Unwetterzahlen signifikant ansteigen könnten, insbesondere die Anzahl der Blitze.

Amerikanische Forscher haben dazu Studien durchgeführt. In Paraguay werden wir von Gewittern nicht gerade verschont, sie sind eher schon an der Tagesordnung. Gefährlich ist das immer, nun aber soll die Rate steigen, das macht es für uns Menschen und auch insgesamt gesehen, noch gefährlicher.

Viele Meteorologen, Fotografen aber auch Laien sind fasziniert, wenn ein Gewitter kommt und beobachten dies, es ist an sich auch nicht gefährlich, solange man sich weit genug davon entfernt befindet. Es kann aber verheerende Auswirkungen auf Mensch und Natur haben. Bis zum Ende des Jahrhunderts, haben amerikanische Wissenschaftler berechnet, wird sich die Anzahl der Blitze um über 50% erhöhen könnte, bezogen auf dem Territorium der USA. Diese These lässt sich auf andere Regionen der Erde übertragen, sagen sie.

David Romps mit seinen Mitarbeitern an der University of California in Berkley haben dazu Ergebnisse geliefert. Man ging erst von Schätzungen aus, dass die Erhöhung der Anzahl von Blitzen eine Folge der Erderwärmung ist. Auch die Erhöhung der Wolkendecke aus Beobachtungen und Berechnungen von Energiebilanzen, sowie die Änderungen der Windrichtungen in großen Höhen aufgrund von Wetterdaten der Meteorologiestationen weltweit waren rein theoretische Annahmen. Sie ergaben eine Steigerung der Blitze zwischen einer fünf- und 800 prozentigen Zunahme pro Grad Erwärmung.

Nun haben die Forscher aus Berkley zwei der häufigsten vorkommenden Faktoren genauer untersucht. Die Niederschlagsmenge in Abhängigkeit der Energie, sie entsteht beim Aufstieg von Wasserdampf in den Gewitterwolken. Mit einer einfachen mathematischen Berechnung aus den Produkten der beiden, konnten sie für das Jahr 2011 genaue Ergebnisse erzielen. Sie haben den Zusammenhang zu 77% geklärt.

Mit dieser beschriebenen Formel haben die Forscher elf Klimamodelle untersucht, welche die antizipative Entwicklung simulieren. So errechneten sie einen Mittelwert von 12% pro Grad Erderwärmung.

Da Thermometer, bei einer ungebremsten Erderwärmung im Jahre 2100 etwa vier Grad mehr anzeigen werden als zur Jahrtausendwende, kamen sie zum Schluss, dass Blitze um 50% mehr auftreten.

Viele weitere Klimaforscher gehen auch davon aus, dass sich die leuchtenden Effekte am Himmel mit der Erwärmung erhöht, auch deutsche Meteorologen.

David Romps untersuchte die Zusammenhänge auf USA-Ebene, allerdings für Vorhersagen auf örtliche Regionen reichen die untersuchten Parameter noch nicht aus, sagen viele Wissenschaftler. Davon sei man noch sehr weit entfernt. Jedoch konnte man schon einige Faktoren ableiten.

Am Lauf von Flüssen schlagen Blitze vermehrt ein, hier kam man bei einer Zählung im Bereich von Ohio auf einen Wert von sechs Blitzen pro Quadratkilometer.

In Bezirken mit vielen Feuchtgebieten, wie Florida, lag die Rate bei mehr als 14 Blitzen pro Quadratkilometer pro Jahr.

Die These unterstützt auch der Nationale Wetterdienst in Paraguay und weist eine deutlich höhere Anzahl von Unwetterwarnungen in den letzten Jahren aus. Stellen wir uns darauf ein, die globale Erderwärmung kann kein Einzelner ändern, aber viele Einzelne können etwas bewirken.

Quellen: David Romps / Wikipedia: Cropbot

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