Brasilianer und Türken in Verruf

Bahia Negra: Indigene erheben schwere Vorwürfe gegen Ausländer, wie Brasilianer, Türken aber auch Paraguayer. Sie bedrohen ihre Hoheitsgebiete und kämpfen nun gegen die Eindringlinge.

Die Indigene vom Stamm Yshir oder auch Chamacocos genannt sind im Bereich vom Pantanal angesiedelt und sehen ihre natürlichen Ressourcen bedroht.
César Barboza ist Koordinator von der Union der nativen Gemeinschaft Yshir (Uciny).

„Wir verteidigen unsere Orte, die Geschichte unserer Großeltern und die lebendige Natur. Die Regierung muss unsere Kultur respektieren“, sagte Barboza.

Es gibt einen Missbrauch der Stammesgebiete wie einer illegalen Viehnutzung, dem Kohlebergbau und der Abholzung. „Brasilianer, Türken und Paraguayer schüchtern die Indigenen ein. Sie betreten ohne Erlaubnis ihren Lebensraum am Rande des Flusses“, klagte Barboza.

Das Stammesgebiet der Indianer umfasst 54.000 Hektar. 14.500 wurden durch Ausländer besetzt, 15.700 ha werden schon von Fremden bearbeitet und sollen wieder rehabilitiert werden. „Eines der Probleme ist die Legalisierung von dem Land. Die endgültige Lösung liegt in den Händen des Staates. Jedoch hat sich noch nichts getan um den Konflikt zu lösen. Das paraguayische Institut für Indigene ist hier gefragt“, erklärte Barboza.

Die Indianer wollen ihren Lebensraum schützen. Sie wollen kein Ungleichgewicht der Natur und fordern das Land ihrer Vorfahren im Bereich von Bahia Negra zurück.

In einem anderen Bereich, vor dem eigentlichen Pantanal, in Fuerte Olimpo, brechen Krankheiten bei den Indigenen aus. Sie machen dafür die rigorose Abholzung verantwortlich.

„Unsere Ältesten und die Schamanen sind der Ansicht, dass die Krankheiten in den Bäumen hängen bleiben. Sie wurden von den Winden dort hingetragen. Nun gibt es Krankheiten wie Fieber, Husten, Kopfschmerzen und ich denke, die Vorfahren hatten Recht. Die Wälder im Chaco werden gerodet, es gibt eine Begasung durch verschiedene Mittel. Die Menschen atmen die verschmutzte Luft ein und werden krank“, erklärte Crescencio Aquino, Gesundheitsbeauftragter von dem Verband Pro Comunidades der Indigenen (PCI).

Der Stamm Yshir hat seine Lebensräume bei Fuerte Olimpo in den Gemeinden Virgen Santisma, Maria Elena und La Abundancia. Weiter nördlich von Bahia Negra heißen die Orte Puerto Esparanza, Puerto 14 de Mayo, Karcha Baluth und Puerto Caballo.

Wochenblatt / Ultima Hora

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