Reißt Argentinien Paraguay in den Abgrund?

Asunción: Argentinien rief den landwirtschaftlichen Notstand aus. Etwa 10 Millionen Hektar stehen wegen starken Regenfällen unter Wasser. Laut der ländlichen Vereinigung ARP sei die Lage sehr ernst.

„Insgesamt sind 10 Millionen Hektar im Land überflutet. Alles landwirtschaftliche Flächen mit einer hohen Produktion“, erklärte Miguel Etchevehere, Präsident von der landwirtschaftlichen Vereinigung in Argentinien. Er beschreibt die Situation als eine “produktive, ökologische und soziale Katastrophe“. Die Situation zu überwinden werde “viel Zeit in Anspruch nehmen“.

„Wenn die Felder einen Meter unter Wasser stehen ist nicht viel zu erwarten“, sagte Etchevehere.

Der Verlust an Weizen, Soja, Mais und Sonnenblumen sowie in der Nutztierhaltung und dem Milchsektor dürfte 26.200 Millionen Peso erreichen, rund 1,5 Milliarden US Dollar.

Letztes Wochenende hat es allein wieder 130 mm auf die überfluteten Gebiete geregnet.

Der stellvertretende Minister für Landwirtschaft in Paraguay, Mario León, glaubt nicht, dass das Szenario die Nahrungsmittelimporte hier im Land beeinflussen werde. Gemüse und Obst käme eher aus den Provinzen Formosa, Misiones und dem Chaco. Sie sind von den Überschwemmungen weniger betroffen.

León betonte, in Paraguay gäbe es einen Mangel an Wasser. Das führe zu einer Verzögerung bei dem Einpflanzen der Soja. „Vorerst wird es keinen spürbaren Einfluss in Paraguay geben aufgrund dessen was in Argentinien passiert“, erklärte León.

Luis Villas, von der ländlichen Vereinigung in Paraguay (ARP) bedauerte die Situation im Nachbarland. Er schloss jedoch nicht aus, dass dies ebenfalls Paraguay beeinflusse. Die Lage in Argentinien sei ernst und man müsse ein wachsames Auge auf die Situation haben.

Wochenblatt / ABC Color

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