Brasilien sieht es als unwahrscheinlich, dass Paraguay noch vor den Wahlen zurück in die Unasur kommt

Brasilia: Die Regierung Brasiliens meint, dass es nicht wahrscheinlich sei, dass vor den Wahlen in Paraguay im April 2013 das Land zurück in die Union der Südamerikanischen Länder kommt. Die Unasur suspendierte die Mitgliedschaft Paraguay aufgrund des Amtsenthebungsverfahrens im vergangenen Juni.

Bei einer Pressekonferenz sagte der brasilianische Kanzler Antonio Patriota, dass nichts darauf hinweist, dass die südamerikanischen Präsidenten eine Entscheidung treffen werden, bevor Fakten vorliegen die die volle Ausübung der Demokratie untermauern.

In diesem Sinn betonte er, dass freie und transparente Wahlen als fundamental für die Demokratie angesehen werden. Patriota sagte zudem, dass es keine Rechtsverwirkung gäbe die die Unasur daran hindern könnte Paraguay umgehend aufzunehmen jedoch bittet er seine Kollegen darum, Entscheidung auf Basis von Fakten zu treffen.

Paraguay wurde aus dem Unasur und Mercosur Verband suspendiert nachdem Ex Präsident Lugo binnen 30 Stunden sein Amt verlassen musste. Paraguay hat danach zu spüren bekommen, wie Nachbarregierungen über die Entscheidung dachten, die die Demokratie der Region destabilisiert.

Ebenso nutzte der Mercosur, formiert aus Argentinien, Brasilien und Uruguay, den günstigen Moment der Suspension Paraguays um Venezuela aufzunehmen, Akt den der paraguayische Kongress seit 2006 unterband.

Patriota erklärte auch, dass die südamerikanischen Nationen auch inklusive nach der Wahl im April 2013 die demokratischen Normen des Landes analysieren müssen.

„Es ist ermutigend zu sehen, dass der Wahlkalender beibehalten wurde. Allerdings müssen wir observieren wie sich der Prozess entwickelt“, sagte Patriota bei der Pressekonferenz die nach einem Treffen einer Unasur Gruppe zur Einschätzung von Paraguay tagte. Diese Gruppe wurde vom Ex Ministerpräsident Perus, Salomon Lerner Ghitis, gegründet.

Neben dem temporär suspendierten Paraguay sind auch Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Surinam und Venezuela Mitglieder der Unasur.

(Wochenblatt / EFE)

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13 Kommentare zu “Brasilien sieht es als unwahrscheinlich, dass Paraguay noch vor den Wahlen zurück in die Unasur kommt

  1. Deutscher Politiker

    Antworten

    Hier gibt es einige ganz große Geister, die nicht begreifen wollen (oder können?), was die Mitgliedschaft im UNASUR für Paraguay bedeutet.

    ALLE südamerikanischen Staaten sind da Mitglied. Das Ziel ist bis 2025 eine Gemeinschaft, wie die derzeitige EU, zu erreichen. Die UNASUR nimmt keine Kolonien (franz. Guyana) auf und keine Diktaturen.

    Paraguay geriet in den Verdacht, undemokratisch zu handeln. Offensichtlich haben das die Mehrzahl der Regierungen auch so gesehen und die Mitgliedschaft suspendiert.

    Ähnliches passierte übrigens in der EU mit Ungarn und Rumänien auch – denen wurde einfach der Geldhahn zugedreht.

    Die Mitgliedschaft ist für Paraguay extrem wichtig. Dass die Regierung Franco von Diplomatie keine Ahnung hat, sah man an der Regierungsübernahme und am Verhalten im Botschaftsstreit mit Venezuela. Kein Wunder, wenn Paraguay weiter unter Beobachtung steht und es wundert mich nicht, wenn die UNASUR die Mitgliedschaft bis zu demokratischen Wahlen ruhen lässt.

    Aber vielleicht macht es ja Paraguay wie Afghanistan? Präsident Karzei reagiert auf die Vorwürfe des Wahlbetrugs 2009 (UN-Beobachter fanden 500.000 gefälschte Wahlzettel). „Das wird nicht mehr passieren!“ Nächstes Jahr werden die UN-Beobachter bei der Wahl keine gefälschten Wahlzettel finden.
    Wird die Wahl demokratisch ablaufen? – Nein! – Die UN-Beobachter werden einfach nicht ins Land gelassen.
    Karzei hat übrigens – wie Franco auch – sein Vermögen vervielfacht.

  2. Nicht, dass ich da richtig durchblicken würde. Aber die Tatsache, dass ein Präsident, der vielleicht ein Trottel sein mag, aber unter dem das Land prosperiert hat, innert 30 Stunden ohne für den einfachen Mann wie mich sehr plausible Gründe zu präsentieren, abgesetzt werden kann, ist offensichtlich eine Sauerei. Der Mann ist vom Volk gewählt worden, und das Volk hat nie aufgemuckt gegen ihn.
    Also hat die hochintelligente paraguayische Elite seinen Nachbarn einen glasklaren und hochwillkommenen Grund geliefert, einzuschreiten. Und billig Chavez & Co. einzuschleusen.
    Wie gesagt: hochintelligente paraguayische Politiker. Wie eh und je.

  3. Weder die Mitgliedschaft im Mercosur noch in der UNASUR ist für Paraguay wichtig. Ganz im Gegenteil sie wäre eher schädlich, da erstens der Anteil der Länder in beiden Gruppierungen immer größer wird, der zum Kommunismus übergeht. Wie z.B. Argentinien, Bolivien, Chile, Venezuela die wahrscheinlich auf die Liste der Schurkenstaaten umziehen werden sollten sie völlig zum Kommunismus nach Kubanischem Vorbild konvertieren.

    Man kann immer wieder nur betonen, das es SCHLECHT für solch ein wirtschaftlich und infrastrukturell unterentwickeltes Land wie Paraguay, das darüber hinaus auch noch äußerst politisch instabil ist sich mit Kommi- oder Schurkenstaaten abzugeben.

    Paraguay kann es sich bei seinem Ruf einfach nicht leisten noch mehr negatives Prestige anzusammeln, es könnte irgendwann zu einer U.S Intervention führen oder dazu das der Nato-Weltsicherheitsrat, Paraguay als „Nicht Regierungsfähig“ bzw. als internationales Sicherheitsrisiko einstuft. Die hätte wiederum zur Folge das die Regierungsgeschäfte in Paraguay von einem U.N Zivilverwalter übernommen würden.

    Allerdings kommt in keiner dieser Szenarien eine UNASUR oder ein MERCOSUR im irgendeinem Ushuaia II Protokoll zum Zuge.

    Warum nicht? Ganz einfach, eventuelle Entscheidungen oder Beschlüsse von MERCOSUR und/oder UNASUR, stehen nicht über Beschlüssen von UNO oder NATO bzw. beide Organisationen sind aus sicht von UNO oder NATO gar nicht existent.

    Mit anderen Worten alles was pseudo Kommiländer wie Argentinien, Chile, Bolivien und Venezuela bisher hier an Drohungen gegen Paraguay ausgestoßen haben, ist nichts anderes als heiße Luft. Da solche Sanktionen ohne U.N oder Nato Mandat illegal wären.

    Mit dem Versuch irgendwelche für Paraguay „fatale“ wirtschaftliche Sanktionen zu verhängen würden sich oben genannte Länder im Ernstfall automatisch selbst aus der UNO bzw. der Nato katapultieren. Was gleichzeitig bedeutet, dass sie von jedem anderen Nato Mitgliedsstaat angegriffen werden können.

    Das alte Sprichwort heißt immer noch: „Mit gehangen, mit gefangen.“ Das so etwas für Paraguay nicht gut sein kann sollte hier jedem klar sein.

    1. Es gibt ja etliche Kommentare,die tiefe Ahnungslosigkeit ihrer Verfasser beweisen.Aber soviel konzentrierter Unsinn,wie in Deinem Kommentar,Cowboy Chris,ist mir noch nie untergekommen !

    2. So viel geistigen Dünnschiss habe ich lange nicht gelesen. Um soetwas zu verfassen, muss man wohl ungesundes Kraut geraucht haben.

      1. Ich vermute, er sieht einfach zuviel US Fernsehen. Da kann man natürlich auch nicht bestens Informiert sein. Bei den Gehirnwaschprogrammen bleibt schliesslich nicht mehr viel übrig ausser Leere.

  4. Solche Behauptungen wie von dir Werner, sind unter den Deutschen hier üblich, ich habe nichts anderes erwartet. Es ist die gleich Sorte Leute, die ständig krampfhaft versucht soziale, wirtschaftliche und politische Probleme hier schön zu reden…

  5. Endlich auch mal ein Deutscher Kommentator mit Gehirn.
    Cowboy Chris ich stimme dir voll zu. Ich dachte die Roten wären in Deutschland gebleben.Paraguay unter Franco ist so gut wie nie und Selbsbewust geworden.

  6. BIGO LOBO
    Ich hoffe das Franco 2013 zur Wahl antreten kann und wenn ja das er dann auch gewählt wird. Franco ist wahrscheinlich der erste intelligente Presi in der Geschichte Paraguays. ER IST ARZT!!! Er hat also erfolgreich was richtiges wissenschaftliches studiert und muss von daher logisch und rationell denken können. Sein Vorgänger hingegen war ein illusionierter Kirchenpenner der nur einen Bullshit namen Bibel auswendig gelernt hat. Dafür muss man ja nun wirklich kein Einstein sein, ich glaube selbst ein Papagei könnte das auswendig lernen…

    1. Die ganze „Bolivarische Bewegung“ geht auf das Konto des Herrn Chavez. Ohne seine Ölmilliarden wäre das niemals so weit gekommen.

      Wenn er denn (vermutlich bald) durch sein Krebsleiden abtreten wird, wird das Strohfeuer genauso verschwinden, wie es angefacht wurde.

      Die USA sind – immer noch – die Weltmacht #1 und die genannten Ölmilliarden des Herrn Chavez stammen auch genau von dort. Ist also schon allein von daher eine Wahnidee sondergleichen, sich als Bolivarischer Block vom Westen abgrenzen zu wollen, und doch gleichzeitig auf unser Geld angewiesen zu sein.

      Und ich schreibe bewußt UNSER Geld, denn die USA und die EU sind spätestens seit dem 2. Weltkrieg ein Imperium.

      Geht die USA unter, dann werden sich einige Alt-kommunisten kurz freuen, aber nur sehr kurz. Weil nämlich die BRD (GmbH) und ihr Anhängsel EU auf Gedeih und Verderb mit den US verbunden sind, ob es euch paßt oder nicht.
      Fällt der U$, fällt auch der Eur (wobei ich wette der Euro sogar zuerst) und dann ist es vorbei mit eurer hübschen Rente ins schöne Paraguay. Und womit feiert ihr euren „Sieg“ dann? Mit der KomIntern und leerem Magen?

      1. @9mm Eine gute Zusammenfassung der Dinge
        aber die Rente ist schon sicher. Dann kommt eben die gute alte DM nach einer Währungsreform wieder. Da sollten sich die gutbetuchten Rentners/Privatier lieber jetzt ihre Sparguthaben in Goldbarren oder Grundstücke anlegen.
        In Asuncion ein Grundstück, kaufen in einer sehr guten Lage, wäre nicht verkehrt. Das hat Wertzuwachs, allerdings als nicht Einheimischer habe ich ein wenig Grusel mit der Echtheit der Eigentumspapiere.
        Na ja die Kommunisten haben die Thesen von Karl Marx falsch interpretiert. Die soziale Marktwirtschaft hat doch ein Hauch von Karl Marx.

    2. Ja ja, Herr Cowboy dumme Sprüche am laufenden Band, mehr geistiges Niveau kann man von ihnen einfach nicht erwarten. Aber wie ich da gerade sehe haben sie etwas Unterstützung bekommen, hätte mich auch gewundert wenn nicht. Bestimmt ist Herr Lobo auch einer von denen, die sich von US Sendern das Gehirn waschen lassen. Na dann viel Freude dabei.

      1. Lass gut sein Lorri, hier haben sich welche gefunden, die der Angst der Gefahr des Kommunismus auf dem Leib gegangen sind. Man muss nur gutes für das Volk wollen und schon ist man Kommunist.

        Verlange nicht von ihnen so viel Wissen, was Kommunismus überhaupt ist. Alles ist kommunistisch für diese Herren, was nicht Neoliberal ist. Und damit befinden sie sich in einem grossen Pool von Menschen, die genauso ferngesteuert sind. Und fühlen sich jeden Tag bestätigt.

        Die „freie Presse“ bestätigt sie ja. Das hinter dieser Presse (Gehirnwäsche) das Interesse der oberen 10.000 steht, müsste in selbiger verkündet werden. Und nur dann würden sie es glauben(schlucken).

        Leider ist es so, das 90% der Menschen eben nicht frei denken können, sondern ihr Vertrauen grösser ist, als ihr Verstand. Deswegen gibt es ja auch so viele Opfer und so wenige Täter.

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