Bürgermeister von Paso Yobai will Bergbau-unternehmen schließen

Nachdem bis jetzt die Bewohner aus Paso Yobai keinen Erfolg gegen das ausländische Bergbauunternehmen Lampa verbuchen konnten und sogar der stellvertretende Minister für Bergbau und Energie auf die Einhaltung der Verträge bestand will der Bürgermeister eingreifen.

Die Lampa hat eine Konzession für 5.000 Hektar, soll nun aber eine Erweiterung auf 15.000 Hektar für eine Exploration und Prospektion nach Gold bekommen. „Das Unternehmen Lampa arbeite nicht formal korrekt. Es gibt keine Dokumente in der Gemeinde, dass die Firma Grundsteuer oder andere Abgaben entrichtet. Ich als Bürgermeister und die Gemeinde sind der Meinung, das Unternehmen muss seine Arbeiten einstellen“, sagte der Bürgermeister von Paso Yobai, Dr. Ronald Vazquez (Beitragsbild). Er fügte hinzu, die Konzession über 5.000 Hektar durch das Ministerium für Bergbau und Energie würde respektiert, aber die Erweiterung auf 15.000 Hektar sollte ausgesetzt werden.

Rodolfo Friedmann, Gouverneur von Guairá, sagte, die Bevölkerung werde keine Ruhe geben. „Alle Menschen in Paso Yobai werden nicht ruhen, bis sie ihr Ziel erreichen. Die Gemeinde steht mittlerweile auch hinter ihnen“, erklärte Friedmann. Er räumte ein, dass die Menschen aber mittlerweile verzweifelt seien. „Sie wollen ihr tägliches Brot auf ihren Grundstücken verdienen und nicht sehen, wie andere Leute ihr Eigentum erobern“, erklärte der Gouverneur von Guairá. Ein Anwohner erklärte, das Vorgehen des Bürgermeisters sei fragwürdig, denn ein Bürgermeister dürfte sich nicht in unternehmerische Tätigkeiten einmischen sonst käme wohl keine Firma mehr nach Paso Yobai.

Quelle: La Nación