Cartes: „Ausländische Destabilisateure“

Der Präsident Paraguays, Horacio Cartes, beschuldigte am Freitagabend in einer Rede vor Parteianhängern die Opposition Ausländer zu importieren um die Regierung zu destabilisieren. „Was haben die hier zu suchen?“, sagte er im Hinblick auf einen Chilenen und drei Spanier.

Auch sei der Großbrand von Transformatoren der ANDE mit zahlreichen Verletzten in der vergangenen Woche, bei dem möglicherweise hochgiftiges Transformatorenöl auf Basis von polychloriertem Biphenyle (PCB) in die Umwelt gelangt ist, Brandstiftung gewesen. „Da sie keine Stimmen haben brauchen sie Aufruhr (lío)“, waren seine Worte.

Der Präsident bezeichnete die Opposition als „gewalttätig“ und an einer Stelle hieß es: „Die wissen noch nicht mal wie man raubt“. Mit dem eingangs erwähnten Chilenen spielte er wahrscheinlich auf einen Studenten an, der bei Demonstrationen in Asunción verhaftet wurde. „Als wir im Flachland (gemeint ist die Opposition) waren, haben wir nicht einen Ausländer zur Destabilisierung geholt“, wiederholte er sein Hauptargument.

Auch der Fernsehmoderator und Kandidat für den Bürgermeisterposten in Asunción, Mario Ferreiro, geriet in die Schusslinie der Argumentation von Cartes. „Mit 60 Jahren fängt man nicht an zu arbeiten. Wer niemals gearbeitet hat wird auch niemals arbeiten“, feuerte er in Richtung des Gegenkandidaten zu. Arnaldo Samaniego war ebenfalls auf der Veranstaltung.

Quelle: Última Hora