Central und Amambay sind die unsichersten Departements

Laut der Polizeistatistik von 2015 wurden 2.378 Diebstähle im Departement Central verzeichnet. Vor allem Überfälle durch Banditen auf Motorrädern waren die meisten Verbrechen, 35% davon wurden auf diese Art und Weise verübt. Hauptopfer waren Frauen, zu 61% sagt der Bericht aus.

An zweiter Stelle stehen Autoaufbrüche, sie tauchen in der Statistik mit einer Zahl in Höhe von 1.713 auf. Am häufigsten wurden dabei Autofenster eingeschlagen. Dagegen sind Überfälle in Bussen zurückgegangen. Ladendiebstähle und Einbrüche in Häuser oder Wohnungen liegen im Großraum von Asunción bei einer Quote in Höhe von 30%.

Das Departement Amambay rangiert bei den Tötungsdelikten in Paraguay an erster Stelle, 119 verzeichnet die Polizeistatistik hier im vergangenen Jahr. Laut den Experten seien vor allem der Schmuggel und Drogenhandel in der Grenzregion dafür verantwortlich. In Alto Paraná wurden auch 89 Morde registriert, die aus diesem Milieu stammen sollen.

Zu den sichersten Regionen in Paraguay zählen die Departements Ñeembucú, Alto Paraguay und Boquerón, hier sind die Verbrechensraten am niedrigsten. Gewerkschaftsvertreter aus der Polizei beklagen die mangelnde Verteilung der Einsatzkräfte im Land, in der Hauptstadt seien 2.500 Polizisten für mehr als 2.000.000 Menschen zuständig, eigentlich wäre dafür die dreifache Anzahl notwendig, um alle Bürger zu schützen. Insgesamt wären rund 20.000 Beamte vonnöten, um fast 7 Millionen Einwohner effizient im ganzen Land Schutz zu bieten, die dann aber auch wirksam auf die ganze Fläche verteilt werden müssten.

Quelle: La Nación