Chaco: Ehemaliger Bürgermeister von Mariscal Estigarribia muss wegen Veruntreuung hinter Gitter

Mariscal Estigarribia: Der ehemalige Bürgermeister von Mariscal Estigarribia wurde festgenommen, um seine Haftstrafe wegen eines Schadens in Höhe von 1.054.108.443 Guaranies zum Nachteil der Gemeinde im Chaco im Jahr 2013 anzutreten.

Eladio Ramón Alcaraz Pereira, der ehemalige Bürgermeister von Mariscal Estigarribia, versuchte, seine Verurteilung anzufechten, scheiterte jedoch in allen drei Instanzen.

Carlos Mendoza, der Strafvollstreckungsrichter, ordnete die Festnahme von Eladio Ramón Alcaraz Pereira, dem ehemaligen Bürgermeister von Mariscal Estigarribia (im paraguayischen Chaco), an, da die verfahrensrechtlichen Zwischenfälle bezüglich seines Prozesses – welcher Anfang des vergangenen Jahres begann und zuletzt vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt wurde – abgeschlossen sind.

Alcaraz wurde wegen eines Schadens in Höhe von 1.054.108.448 Guaranies zum Nachteil der Gemeinde im Chaco verurteilt. Dem Schuldspruch zufolge veruntreute der Politiker diesen Betrag aus der Gemeindekasse, der eigentlich für den Bildungssektor seiner Stadt bestimmt war. Die Mittel stammten aus dem Fonds Fonacide und betrafen den Haushalt des Jahres 2013.

Die Richterin Elsa García führte den Vorsitz des Gerichts, das ihn in erster Instanz verurteilte. Das Urteil wurde bei einem Berufungsgericht angefochten, und die Verteidigung zog bis vor den Obersten Gerichtshof. Letztlich wurde die Verurteilung in allen drei Instanzen bestätigt.

Die Richterin erklärte damals: „Die Mittel aus dem Fonacide-Gesetz waren für die Verbesserung des Bildungsangebots bestimmt. Dieses Geld hätte die schutzbedürftigen Gruppen erreichen müssen, die ein Recht auf Bildung haben, wie etwa die Kinder und Jugendlichen der indigener Gemeinschaften, was jedoch nicht geschah. Darin liegt die Schwere des Verhaltens des Bürgermeisters.“

Die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs wies den letzten Antrag der Verteidigung am 14. Juli vergangenen Jahres ab. Von da an wurden die Formalitäten eingeleitet, damit die Akte an das Strafvollstreckungsgericht unter Richter Carlos Mendoza übergeben werden konnte, welcher daraufhin den Haftbefehl erließ. Der ehemalige Bürgermeister muss eine Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten wegen Vertrauensbruchs verbüßen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte seit 2024 gegen den Politiker, beantragte im November desselben Jahres die Eröffnung des Hauptverfahrens, woraufhin die Verteidigung Einwände erhob. Aus diesem Grund begann der Prozess erst im Februar 2025 und durchlief die drei Instanzen. Nun bleibt nur noch die Verbüßung der Haftstrafe.

Wochenblatt / Abc Color

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