Chaco: Eine Schande für die Justiz

Filadelfia: Am heutigen Morgen wurden der Stiefvater und die Mutter des unter Gewalteinfluss gestorbenen Itzael Klassen verhaftet und in Gefängnisse gebracht. Die Anweisung dazu wurden schon vor mehr als einem Monat gegeben.

Ein Berufungsgericht hob schon im September den Hausarrest von Mutter Yeselin Rebeca Quintana Olazar und Stiefvater Derlis Antonio Duarte Ferreira auf. Da das Schreiben bei Richter Anibal Ortiz Granada auf dem Schreibtisch verstaubte, blieben beide in Freiheit. Heute, nachdem ein Fernsehbeitrag lief und die Bevölkerung aufrüttelte, ordnete man die Einweisung in Haftanstalten an, da es sich anscheinend nicht nur um einfachen – ungewollten – Todschlag handelte, sondern um böswillige Gewaltanwendung einer oder beider Angeklagten. Quintana kam ins Frauengefängnis nach Asunción während Duarte Ferreira nach Concepción eingewiesen wurde.

Durch die Nachlässigkeit des Richters im Departement Boquerón wurde nun der Magisterrat eingeschaltet, der den Fall und seine Handlungen genau untersucht.

Wochenblatt / SNT

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

3 Kommentare zu “Chaco: Eine Schande für die Justiz

  1. Rückspülfiltersystem mit nachgeschaltetem Feinfilter

    Jä, dem Richter Anibal Ortiz Granada, auf dessen Schreibtisch das Schreiben verstaubte, dem hat man kein zusätzlich Dokument, grün, quadratisch, mit Zahlen drauf eingereicht? Kann er mit dipl. Richter in 14-Parteibüchern, je nachdem welche Parteiamigos er gerade unterstützt und mit 7 bis 11 Uhr Pflichtgrundschule hoffentlich abgeschlossen den Amigoposten gelangte denn wissen, was mit so einem Schreiben zu tun ist. Natürlich, um seinen Müll anzuzünden, aber ab dem 10. des Monats muss man auf Zahltag warten bis wieder Streichhölzer x 500 örepy. Der kommt halt nun mal nicht vor dem 1. November. Also alles im Lot, ist ja gar noch nich 1. November. Weitermachen. Auf Deutsch: Richter hat nach bestem Wissen gehandelt, sollte bald zur Präsidentschaftswahl aufgestellt werden, fähige Leute braucht das Land.

  2. Da ist nicht die erste Schande für die hiesige Justiz. Es vergeht doch kaum eine Woche, ohne daß man von ähnlichen Fällen hört. Was haben die Juristen hier eigentlich studiert? Welches gesunde Rechtsbewußtsein bringen sie mit? Man könnte an der paraguayischen Justiz und Gerechtigkeit beinahe verzweifeln und die Politiker sind unfähig/unwillig hier endlich vom Grundsatz her etwas zu ändern.

  3. Gerechtigkeit, ein Gut, welches mangelt dieser Tage, am Ende der Welt, wie wir sie kannten…
    es geht überall steil abwärts……