Chaco: Loma Plata feiert sein Gründungsjubiläum

Loma Plata: 92 Jahre sind vergangen seitdem die ersten Siedler die Kolonie im Herzen des paraguayischen Chacos gründeten. Zwischendurch führte sie einen anderen Namen. Seit 2006 ist sie eine Stadt.

Am heutigen Feiertag im Ort feiern zu können sind alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Es wird der Bräuche, Traditionen und Gewohnheiten der ersten Einwanderer gedacht. Der Name wurde diesem Ort am 21. Mai 1921 von Fred Engen, dem Leiter der mennonitischen Chacoexpedition, gegeben. Er bedeutet in wörtlicher Übersetzung Silberhügel. Eine Erklärung für diese Namensgebung hat Herr Engen nicht abgegeben, er ist aber wohl auf eine Grasart zurückzuführen, die auf der Anhöhe, wo heute das Museum in Loma Plata steht, wuchs und die in der Reife silbern in der Sonne glänzt.

In Loma Plata kamen die ersten Familien am 18. August 1927 an. Im Jahre 1936 bestimmte die neu gegründete Verwaltung von Menno den Aufbau der Industrieanlagen und für den Standort der Kolonieverwaltung. Es wurde bestimmt, dass in Loma Plata nur Angestellte und Gewerbetreibende ansiedeln dürften. Die Besiedlung begann im Juni des Jahres 1938. Der Gemeindevorstand ließ damals aber noch keine spanischen Namen zu und hatte daher diesem Ort den Namen Sommerfeld gegeben. Den Namen Sommerfeld hat das Siedlungszentrum Mennos 22 Jahre lang getragen. Als dann aber wegen der gleichnamigen Siedlung in Ostparaguay, Caaguazú, Probleme im Hauptpostamt in Asunción bei der Verteilung der Post entstanden, entschied das Chortitzer Komitee am 30. Dezember 1960, dem Ort wieder den ursprünglichen Namen Loma Plata zu geben. Dabei ist es dann geblieben.

Seit November 2006 ist Loma Plata eine eigenständige Gemeinde bzw. Munizipalität und hat einen Bürgermeister nach den paraguayischen staatlichen Gesetzen und Vorschriften.

Wochenblatt / Heinrich Ratzlaff / menonita.org

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