Chaco: Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion bekräftigt

Filadelfia: Die Umweltkommission von dem landwirtschaftlichen Verband in Paraguay (ARP) bekräftigt, dass die landwirtschaftliche Produktion im Chaco auf nachhaltige Weise im Rahmen der Umweltvorschriften erfolge und es im Hinblick auf die Kampagne “Salvemos el Chaco“ “verzerrte oder falsche Informationen“ gebe.

Das vorgenannte ARP-Gremium gab eine Erklärung zu den vorläufigen Informationen der Forstbehörde Infona über die angebliche Abholzung des Chaco heraus. Nach den Angaben der Kommission werde die landwirtschaftliche Produktion des Chaco auf nachhaltige Weise unter einem vom Kongress genehmigten sowie vom Ministerium für Umwelt (Mades) und Infona geltenden Bestimmungen durchgeführt.

Es wird weiter erwähnt, dass der Chaco heute 13.841.761 ha Waldflächen besitze. Im Jahr 2017 waren etwa 255.312 ha aufgrund einer Flächennutzung betroffen, von denen 194.037 ha ordnungsgemäß genehmigt wurden.

Die von den betroffenen Sektoren veröffentlichten Fehlinformationen enthalten zum Teil Bilder, die nicht der aktuellen Situation des Chaco entsprechen, argumentiert die ARP, und fügte hinzu, dass sich im Chaco 45% der im Land gezüchteten Rinder mit mehr als 6.000.000 Kopf Vieh befinden.

Der Bericht hebt hervor, dass im Chaco eine große Fauna aufgrund des aktuellen Wasserhaushalts (Gewässer, Lagunen, Flüsse usw.), Weiden und biologischen Korridore aus Waldreservaten vorhanden sei.

Demnach stellt die Wertschöpfungskette von Fleisch 12% des BIP dar: 3,6 Milliarden US-Dollar jährlich und 350.000 direkte oder indirekte Arbeitsplätze, was 11% der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung (PEA) entspricht. “1.500.000 Menschen hängen direkt oder indirekt von der landwirtschaftlichen Produktion ab“.

Die Kommission schlägt vor, diejenigen, die auf der Grundlage “falscher, verzerrter oder desinteressierter Informationen“ die Kampagne “Salvemos el Chaco“ unterstützen, sich zu fragen: Wenn wir die Entwicklung und den Fortschritt des Chacos aufhalten, der allen Bürgern zugutekommt, was passiert dann mit dem Land und der Welt?“, schließt der ARP Bericht ab.

Der Minister für Landwirtschaft und Viehzucht, Denis Lichi, verteidigte die landwirtschaftliche Produktion im Chaco und dessen Auswirkungen durch Änderungen bei der Landnutzung, weil diese Tätigkeit zum Wohle des Landes beitrage. Er kritisierte, dass es “schlecht denkende Menschen“ gebe, die Missverständnisse bezüglich der Ausbeutung in dem Gebiet haben. „Die Regierung wird eine Produktion im Chaco zwar weiter forcieren, aber nicht auf Kosten der Abholzung in einem der wichtigsten Gebiete des Landes und dem größten Kapital in Paraguay, das es noch hat“, sagte Lichi in Bezug auf das Thema der Waldrodungen in der Region.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Chaco: Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion bekräftigt

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Ja die Diskrepanzen zwischen den Staitstiken und Daten der Umweltbehoerde und den Satellitenbildern der University od Maryland Studie sind wohl kaum zu uebersehen.
    Im nachfolgenden Satellitenimage sieht man klar dass sogar man die Grenzen des Chaco anhand der roten Abholzungspunkte erkennen kann. Nur der Nationalparkt beim Cerro Leon ist mehr oder weniger verschont geblieben. Wenn man die roten Rodungspunkte (gerodet zwischen 2000 und 2017) zusammenzaehlt mit den schwarzen oder grauen Punkten (wo keine Baeume mehr stehen) – also das Kernland der Mennonitenkolonien, dann duerfte man auf 90%+ Rodungen der Gesammtflaeche kommen. Obzwar ich die Metadaten des Satellitenbildes nicht habe, duerfte das so in etwa dahin kommen.
    Also die 25% Schutzstreifen des Baumbestandes figurieren nur auf dem Papier. Die reale Situation scheint ganz anders zu sein. Eben: der Mensch luegt, der Satellit nicht da dieser nicht luegen kann selbst wenn er wollte.
    Wie ich vermute laeuft die Bestechungsmaschinerie der Mennoniten schon auf Hochtouren um das 0% Rodungsgesetz zu verhindern – wozu hat man schliesslich den Wiens und den Reimer im Parlament und in der Regierung sitzen, nicht wahr?
    Es erstaunt mich immer wieder wie doch die Mennoniten so gemeinsame Sache machen mit den Umweltverbrechern. Warum nehmt ihr die so in Schutz? Das bedeutet nur dass ihr selbst Komplizen seid.
    Hier der Link der Rodungsstudie basierend auf Satellitenbilder der University of Maryland, USA.
    http://earthenginepartners.appspot.com/science-2013-global-forest
    Die Erde „bewahren und bebauen“ nach dem Mandat der Bibel sieht etwas anders aus als es im Chaco praktiziert wird.
    Da sowieso schon das meiste gerodet wurde, ob legal oder illegal – wo ja meist kein grosser Unterschied zwischen liegt bei diesem Niveau der Korruption und Geldwaesche – kann man auch getrost 0% Rodungen gesetzlich verankern – denn nachher geht das Roden doch froehlich weiter.
    Lasst die Fleischpreise in den Keller rauschen, und schon hoert das roden auf. Bindet die internationalen Kredite am 0% Rodungsgesetz und die paraguayer kratzen sich nur am Hintern denn dann finanziert man sich mittels der arabischen Terroristen.
    Die groesste Waffe gegen Abholzung ist die drastische Reduzierung des Fleischpreises und der Preise der Agrarprodukte (Soja, Baumwolle, Weizen, usw.).

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Z.B. der Oberschulze der Kolonie Menno, und Praesident der Kooperative Chortitzer, Gustav T. Sawatzky ist selber ein Maschinenunternehmer der in der Rodungsbranche taetig ist. Er ist einer der groessten zusammen mit einem Kauenhoven der noch mehr Bulldozer besitzt. Diese beiden verkeilten sich eine Weile zurueck um die Gunst Horacio Cartes. Beide wollten das Land Cartes im Chaco roden wo Sawatzky dem Kauenhoven den Vertrag abjagen wollte um Cartes Viehbetrieb im Chaco zu roden. Es muss sich wohl um die illegalen Rodungen bei der estancia von Cartes bei Mariscal Estigarribia (oder zumindest einer anderen im Chaco) handeln.
    Letztendlich behielt Kauenhoven den Rodungsvertrag und holzte Cartes Waelder ab. Ich nehm mal an dass Infona dem Praesidenten schlecht einen Gefallen abschlagen konnte.
    Also die reichsten Maschinenunternehmer der Mennoniten sind alle im Abholzungsbusiness taetig (und so bei 40% bis 50% aller Maschinendienstleister unter den Mennoniten).
    Da haben wir also mit diesem zusaetzliche Beweise. Letztendlich sind die Reichen alle irgendwie verstrickt in der Abholzung (wem scherts obs legal oder illegal ist solange man spaeter die Naegel mit Koepfen mit einem Wisch Papier legalisiert), Geldwaesche und Drogenhandel.
    Um die Abwaldung ein Ende zu bereiten muss man genau dasselbe tun wie Trump mit dem Oelpreis: in den Keller jagen so dass Maduro den Guertel immer enger schnallen muss und aushungert.
    Die Preisschraube ist eines der besten mittel um die Natur zu schuetzen. Zahlt den Viehzuechtern nur 10% des jetzigen Viehpreises und Preises fuer Agrarprodukte und die Entwaldung wird drastisch verlangsamt. Klar, dann kommen sie und bieten dir Kokain an als Exportschlager – damit hat der Mennonit heute auch nicht mehr das groesste Problem.

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