Chaco: Richterin ohne Lohnfortzahlung suspendiert

Colonia Neuland: Der Präsident des Obersten Gerichtshof suspendierte die Richterin Lourdes Margarita Sanabria Bernal weil diese für eine Ortsbegehung eine zu hohen Kostensatz ansetzte.

Wenn man eine Klage vorbereitet oder eine Gegenklage vorantreibt, kann eine Ortsbegehung zur Sicherstellung von Gegebenheiten zu einem Zeitpunkt wichtig für die Weiterführung eines Prozesses sein. Wenn dafür ein Richter zu einem Privatgrundstück gebeten wird, muss diese Fahrt nach Tariftabelle dem Richter gezahlt werden.

Nach einer Anzeige einer Person, von der die Richterin stolze 6.000.000 Guaranies forderte, um eine Ortsbegehung durchzuführen, obwohl laut Tabelle nur 1.700.000. Guaranies nötig gewesen wären, ordnete der Präsident des Obersten Gerichtshofes die. Suspendierung ohne Lohnfortzahlung an. In einer Sprachnachricht an den Denunziant hatte die Richterin alle Details genannt, was dem Alberto Martínez Simón reichte um sie abzustrafen. Eine interne Untersuchung wurde eingeleitet.

Die Richterin schien sich sicher in ihrem Handeln, denn die soll von Adrián Salas Schutz erhalten, der im Magistergericht, also dem Gremium, welches die Richter kontrolliert, die Hand über sie hält.

Wochenblatt / La Nación

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2 Kommentare zu “Chaco: Richterin ohne Lohnfortzahlung suspendiert

  1. Wieso eine Richterin, welche ja bestimmt ein gutes Gehalt bekommt, für einen Ortstermin noch extra bezahlt werden muss, erschließt sich mir nicht. Ich gehe davon aus, dass diese Richterin den Termin wohl nicht in ihrer Freizeit wahrgenommen hat.
    Liegt höchstwahrscheinlich am „Selbstbedienungsladen“ PY.

  2. DerEulenspiegel

    Wenn dies nur immer so im Lande wäre. Jedes betrügerisches Verhalten sollte unbarmherzig und mit aller Härte bestraft werden – ohne Rücksichten auf Ansehen der Person. Das würde sich schnell herumsprechen und vielleicht endlich für eine Umkehr in dieser verlogenen und korrupten Gesellschaft führen. Ich bin überzeugt, dann würde es schon bald vor- und aufwärts gehen im Land. Solange aber die Verbrecher und Schmarotzer am Volk auch noch mit Jubel und Trubel gefeiert werden (siehe Miguel Cuevas) kann man nur davon träumen.