Keine böswillige Absicht

Luque: Ende August wurde ein Büro eines Steuerberaters durchsucht und tausende Rechnung von Scheinunternehmen gefunden. Mit diesen versuchten große und bekannte Firmen und selbst Fußballklubs Geld zu waschen oder Steuerabgaben zu verhindern.

Das Steuersubsekretariat (SET) und die Staatsanwaltschaft durchsuchten am 26. August die Räume eines Steuerbüros, welches Mario Ferreira gehört. Mit Rechnungen von 52 Scheinfirmen sollen so 15 Millionen US-Dollar vorläufig vor dem Fiskus gerettet worden sein.

Der Fußballklub Olimpia, die Supermarktkette Real, das Abfalltransportunternehmen Recolectora Ecológica de Residuos S.A. im Besitz des Bürgermeisters von Luque, Carlos Echeverría sind neben dem Bauunternehmen Barrail Hermanos S.A. und der Stiftung Cardiovascular Paraguaya nur einige der Firmen und Vereine, die durch falsche Rechnung es vermieden Steuern an den Staat zu zahlen.

Ende August schon erklärte man, dass zwei oder drei Fußballklubs aus der ersten Liga involviert wären. Inwiefern weitere davon profitieren wird sicherlich in den nächsten Tagen bekannt. Doch im Fall Olimpia hieß es von Seiten der Ermittler, dass es eine gemeinnützige Organisation ist und somit keine Steuern anfielen und demnach das Geld da wohl gewaschen wurde.

Im Fall von Barrail Hermanos S.A. ist das auch peinlich, da dieses Bauunternehmen zahlreiche Bauten für das MOPC, die Ande und das Gesundheitsministerium umsetzte. Es ist wohl eher nicht davon auszugehen, dass es hier zu einem langweiligem Verfahren kommt. Ein kleines Bußgeld wird aber wohl von allen Beteiligten fällig. Im Bestfall bestraft man den Besitzer des Steuerbüros, der dann sicherlich ohne das Wissen der Kunden umtriebig war.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Keine böswillige Absicht

  1. Oh, welch ein Zufall. Das Büro gehört dem Ex-Fernsehmoderator und Ex-Pürgermeister von Asuncion, Mario Ferreira, der ja auch etwas unfreiwillig und vorzeitig seinen Posten als Pürgermeister von Asuncion räumen musste. Welch eine Strafe!
    Aber für einmal Gratulation an die SET meinerseits. Die scheinen dank Wochenblatt-Paragauy endlich das Wort „Kontrolle“ wenigstens schon einmal gehört haben im Leben. Phänomenal. Weiter Kontrolle machen, auch bei den Amigos. Wer weiß, was da noch alles an Steuereinnahmen eingenommen werden können, die dann in der Korruption versickern. Besser wäre es dann, mit diesen Steuergeldern noch ein paar Haftanstalten für Amigos zu bauen.

  2. Hier wird doch gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Jeder macht mit bei dem Gewinnspiel, der Eine mit kleinem, der Andere mit großem Einsatz. Unter dem Strich scheint mir der Gewinn höher zu sein, als im Spielcasino sein Geld einzusetzen.

  3. Nennt mir doch bitte nur einen Namen,egal ob Ausländer oder Einheimischer, der keine “ bösen Absichten“ verfolgt, klar schreien jetzt alle auf, weil niemand “ verfügt über böse Absichten“, ist normal auf der Welt.

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