Chagas Krankheit in Guairá

Guairá: An einem Einwohner im Departement Guairá, Bezirk Coronel Martínez, hat man diese infektiöse Erkrankung festgestellt. Sie ist hauptsächlich in Mittel- und Südamerika verbreitet und wird durch drei bis vier Zentimeter große Raubwanzen infiziert. In Bolivien ist etwa ein Viertel der Bevölkerung gefährdet, dagegen meldete Uruguay im Jahre 2012 die Ausrottung der Wanze.

Die überwiegend nachtaktiven Tiere stechen und saugen Blut beim Menschen. Die Infektion erfolgt nicht durch den Stich, sondern durch die parallel durchgeführte Defäkation. Die Chagas Krankheit tritt in vier Stadien auf, in der akuten Phase, bei etwa einem Drittel der Neuinfizierten, klagen diese über Fieber, Luftnot, Durchfall, Krampfanfälle und Bauchschmerzen.

Nach einer, unter Umständen jahrelangen Latenzphase, kommt es zur Erkrankung. Hier entsteht vorwiegend eine chronische Herzvergrößerung, Auftreibung von Speiseröhre und Dickdarm. Dadurch kann der Tod durch Darmverschluss eintreten. Unbehandelt kann die Krankheit in bis zu 10% der Fälle tödlich enden.

Die medikamentöse Therapie bietet nicht viele Möglichkeiten, die einzigen verfügbaren Arzneimittel, Nifurtimox und Benznidazol wirken zwar, haben aber teils schwere Nebenwirkung. Experten raten eine angemessene Prophylaxe zu treffen, indem man die Raubwanzen systematisch bekämpft, ausreichend geschlossene Wohnungen und das Schlafen unter einem Moskitonetz bieten einen sehr guten Schutz.

In dem eingangs beschriebenen Fall machte man eine Laborprobe in Villarrica und das Ergebnis war positiv, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Beamte sagten aus, sie würden dem Patienten Medikamente verabreichen, die aus der Hauptstadt in Kürze eintreffen.

Darüber hinaus konzentriere man sich auf das betroffene Gebiet, indem die Person ihren Wohnort hat. Dieser wird von staatlichen Kammerjägern desinfiziert, wobei man aber auch einen Radius von mehreren hundert Metern mit einbezieht. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, dass in der Regel Häuser mit Strohdächern und Lehmböden in ländlichen Gebieten betroffen seien. Es ist der erste registrierte Chagas Fall in Guairá im Jahresverlauf.

Quellen: Ultima Hora / Wikipedia: Michael Schoenitzer

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