Copaco-Chef tritt zurück

Auf einer Pressekonferenz am Montagmorgen gab der Rogelio Benítez seinen Rücktritt als Präsident der Compañía Paraguaya de Comunicaciones (Copaco) aus privaten Gründen bekannt.

Benítez sieht seine Ziele mit dem staatlichen Telekommunikationsdienstleister erfüllt, er habe die Firma stabilisiert und nun sei es Zeit, einer anderen Person die Führung zu überlassen, damit man auch mit dem privaten Sektor konkurrieren könne.

Die Administration von Copaco sei durch den Druck der Gewerkschaften und anderer Arbeitnehmervertreter äußerst Komplex. Im Jahr 2011 und 2012 habe die Firma noch 104 Milliarden Guaranies Verlust gemacht. Inzwischen habe man sich von 850 Arbeitnehmern getrennt und die Finanzen seien stabilisiert.

Der frühere Bürgermeister von Encarnación, Innenminister, Minister des MOPC und Senator will sich zukünftig privaten Projekten widmen. Der Colorado-Politiker löste im September 2013 den liberalen Francisco Galiano als Chef der Institution ab.

Er wies Berichte zurück, nach denen sein Rückzug politisch motiviert sei. Última Hora hatte am Wochenende berichtet, Juan Carlos López Moreira, der mächtige Kabinettschef, habe Benítez am Freitag zum Amtswohnsitz von Horacio Cartes, Mburuvicha Róga, zitiert und ihn aufgefordert, seinen Rücktritt zu unterzeichnen.

Benítez habe sich geweigert und gesagt: „Ich bin ein Politiker mit Laufbahn, ich bin Mitglied der Parteiführung, ich unterschreibe nichts.“ Er habe gefordert, dass der Präsident persönlich die Entscheidung erklärte. Am Montag trafen sich Cartes und Benítez im Präsidentenpalast zu einem privaten Gespräch, anschließend gab Benítez seine Entscheidung gemeinsam mit López Moreira der Presse bekannt. Ein Nachfolger wurde noch nicht bekannt gegeben.

Benítez lag mit einigen der engsten Mitarbeiter des Präsidenten im Klinch, darunter der frühere Polizeichef und jetzige Präsident des Fußball-Clubs von Cartes Libertad, Mario Agustín Sapriza. Die private Sicherheitsfirma von Sapriza hatte im vergangenen Jahr eine Ausschreibung von Copaco verloren.

Quelle: Última Hora

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