Oruro: Neun paraguayische Lkw-Fahrer verbringen diesen Montag den 26. Tag im Stillstand auf verschiedenen Routen in Bolivien, bedingt durch die Straßenblockaden, die einen großen Teil des Nachbarlandes lahmlegen.
Die Transporteure sitzen in der Zone von Confital im Departement Cochabamba nahe der Grenze zu Oruro fest – ohne die Möglichkeit, ihre Reise fortzusetzen oder umzukehren.
Die Fahrer sind extremen Bedingungen ausgesetzt, mit Temperaturen von bis zu -10 °C, Nahrungsmittelknappheit und schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Höhenkrankheit. Jorge Díaz, einer der Betroffenen, erklärte, dass sich die Symptome mit jedem Tag verschlimmern: „Wir haben Herzrasen, Brustschmerzen, Übelkeit und ständige Kopfschmerzen. Wir brauchen dringend medizinische Hilfe“.
Die Gruppe prangert zudem das Ausbleiben einer Reaktion der diplomatischen Behörden Paraguays aus, denen sie vorwerfen, trotz der Ernsthaftigkeit der Lage keinerlei Unterstützung zu leisten.
Im Gegensatz dazu hoben sie die Hilfe hervor, die sie von bolivianischen Lkw-Fahrerverbänden aus Cochabamba und Oruro erhalten haben, welche ihnen grundlegende humanitäre Hilfe zukommen ließen, um die Krise zu überstehen.
Angesichts der anhaltenden Isolation fordern die Transporteure ein dringendes Eingreifen der paraguayischen Regierung, um medizinische Versorgung, Lebensmittel und lebenswichtige Medikamente zu garantieren, da ihr Verbleib in der Andenregion ein hohes Risiko darstellt.
Wochenblatt / adn digital















