Das Land geführt von Planstellenbesetzern die nicht arbeiten

Asunción: Sebastian Acha, Abgeordneter der Partei „Patria Querida“, erklärte heute Nachmittag nicht einverstanden zu sein mit der Billigung von 215 Milliarden Guaranies für die Wahljustizbehörde (TSJE) und behauptet, dass das Land von tausenden „Planilleros“ geführt wird, welche allesamt nicht arbeiten.

„Man kann nicht 215 Milliarden Guaranies (39,9 Millionen Euro) politisch Bediensteten zusprechen, die keinen Handschlag tun während das Land von MKS, Trockenheit, Dengue und Streiks gebeutelt wird. Es ist eine Schande wie alle unter einer Decke stecken und sich selbst und ihre Planilleros schützen“, sagte der Abgeordnete der so ziemlich als Einziger bei der heutigen außerordentlichen Sitzung dagegen stimmte.

Dieser Betrag wurde gebilligt unter dem Deckmantel die Einschreibungen der Paraguayer im Ausland für die allgemeinen Wahlen durch eigenes Personal durchführen zu können. Dazu kommen weitere Planstellenbesetzer im Inland.

Acha argumentierte jedoch, dass wenn diese Variante so teuer ist, andere Möglichkeiten gefunden werden müssten, um die Haushaltskasse nicht so stark zu belasten.

„Sie merken nicht wie sehr sie damit dem Land schaden, mit dem Geld was wir ihnen letztes Jahr zusprachen reisten sie nur herum“, beurteilte er die heutige Sitzung.

Die Abgeordneten, die dagegen stimmten waren Aída Robles von Participación Ciudadana, Desirée Masi von der Partido Democrático Progresista (PDP), Olga Ferreira, Salyn Buzarquis, Emilia Alfaro von Partido Liberal Radical Auténtico (PLRA), Cándido Aguilera von der Asociación Nacional Republicana ANR), Sebastián Acha und Orlando Penner von der Partei Patria Querida (PPQ).

(Wochenblatt / Abc / Foto: Abc)

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2 Kommentare zu “Das Land geführt von Planstellenbesetzern die nicht arbeiten

  1. Das finde ich schön, dass es noch vernünftige Leute in der Politik hier gibt, die auch mal über den Tellerrand hinaus schauen! Die einfache Denkweise aktueller Politiker beinhaltet leider einen fatalen Fehler: man kann eine Kuh nicht melken, wenn man ihr nix zu Fressen gibt! Würden die Politiker sich nicht ganz so unverfroren die Taschen füllen, sondern einen kleinen Teil ihrer Gelder auch wieder in die Kuh stecken, wäre die Kuh zufrieden und der Melker auch. Stattdessen ist eher folgender Spruch an der Tagesordnung:
    „Ärgerlich, nun, da ich der Kuh beigebracht hab, ohne Fressen auszukommen, ist das dumme Tier gestorben!…
    Ein wenig sinnvolles Teilen wäre hier echt mehr wert, als ständig alles zu nehmen was geht,und somit für Missstimmung zu sorgen. Ich denke, Paraguay könnte für alle Menschen genug abwerfen, wenn wieder Vernunft einkehren würde.
    Aber wer ist hier schon vernünftig?…offensichtlich ein gewisser „Sebastian Acha“, ich wünschte, es gäbe mehr solche Denker!
    saludos Chris

  2. Kontrollorgane gegen Korruption würden Arbeitsplätze schaffen. Leider auch „Wasserköpfe“ und den Beamtenapparat weiter aufblähen.
    Leider liegt es in der Natur des Menschen sich zu bereichern, wenn es eh niemand merkt.
    Wahrscheinlich gibt es so viele Gesetze in Paraguay wie in Deutschland, im Unterschied dazu interessiert sich aber in Paraguay wohl niemand um die Einhaltung der Gesetze. Aber wer will schon Zustände wie in Deutschland hier in PY. Ich nicht. Ausserdem ist auch Deutschland nicht „Korruptions-free“: Auch dort reisen Politiker auf Kosten des Kleinviehs, welches auch Mist macht (spr: SteuerzahlerIn).

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