Das lebendige Wunder

Asunción: Kardinal João Braz de Aviz leitete anlässlich des vierten Jahrestages des Besuchs von Papst Franziskus in Paraguay eine Messe in der Kathedrale von Asunción. Er gilt als ein lebendiges Wunder, mit 100 Schrotkugeln im Körper.

Der Gesandte des Papstes ist seit Montag in Paraguay, um im Rahmen der Nationalen Woche der Religionskonferenz von Paraguay einen Vortrag zu halten. In einem kurzen Interview ging er auf verschiedene Fragen im Zusammenhang mit der Zeit der katholischen Kirche ein.

In Bezug auf die gegenwärtige Situation der Kirche, deutete er an, dass sie eine Jüngerin Jesu Christi werden müsse, weil dies ihre Hauptaufgabe sei. Dort müssen die Werte des Evangeliums wiederhergestellt werden. „Es gibt viele Schwierigkeiten, Dinge aus der Vergangenheit zu verlassen und Dinge zu übernehmen“, betonte er.

Der Kardinal sprach auch die berufliche Krise der katholischen Kirche an. Der Vatikan habe dies erkannt und die Möglichkeit in Betracht gezogen, in einigen Bereichen verheiratete Personen in den Dienst zu stellen, wo es keine Priester gebe. Braz de Aviz betonte weiter, dass der Papst die Idee für das Gebiet des Amazonas und weit entfernter Orte ins Leben gerufen habe und auf einer Synode diskutiert werde.

Als er gefragt wurde, was das zentrale Problem der Kirche sei, behauptete er, es liege am fehlenden Zeugnis. Der Geweihte müsse ein Zeugnis abgeben. „Wir haben Probleme in der Sexualität, im Dialog, im Individualismus. Wir müssen uns verändern und ein gutes Verhältnis zu den Werten und der Offenheit für den Menschen eingehen“, erklärte der Kardinal.

Einige Sektoren bekräftigen, dass sexuelle Probleme Folgen des Zölibats seien, der Kardinal ist jedoch der Ansicht, dass dies nicht der Fall sei. „Zölibat verursacht keine Krankheit. Es ist die freie Wahl einer Person vor einem Anruf des Herrn. Man kann das Zölibat einhalten oder nicht. Deshalb ist Sexualität ein weiteres Problem der Reife oder Unreife, der Interpretation des Evangeliums. Es ist ein menschliches Problem, das eine normale Erziehung erfordert, weil wir oft nicht konkret waren, nicht veranschaulichen und den Problemen zuhören. Das muss korrigiert werden“, sagte der Gesandte des Heiligen Vaters.

In Bezug auf die von Mitgliedern des Klerus begangenen Missbräuche und die Vertuschungen der Hierarchie wies er darauf hin, dass Papst Franziskus diesbezüglich völlige Klarheit wünsche. „Wenn ein Fall auftaucht, müssen wir ihn klären“, betonte der Kardinal.

Auf die Frage, ob der Vatikan weiterhin eine weltweit einflussreiche Macht sei, räumte er ein, dass seine Struktur sich ändern müsse und der Papst den Vatikan umstrukturieren wolle. Dies sei aber eine komplexe Angelegenheit.

Er wurde auch gefragt, warum Paraguay keinen Kardinal habe. Braz de Avis lachte und sagte einfach, er kenne die Gründe nicht und betonte gleichzeitig, dass es auch daran liegen könne, dass der Papst auch auf den pazifischen Inseln einen Kardinal ernannt habe.

Braz de Aviz, emeritierter Erzbischof von Brasilia, hat eine Besonderheit. In seinem Körper sind mehr als 100 Schrotkugeln verteilt. Als junger Priester, 36 Jahre alt (jetzt 72), ging er in eine Pfarrei, um zu dienen. Dort kam er in ein Kreuzfeuer von Räubern, die eine Bank ausraubten. Dabei trafen den Kardinal 130 Schrotkugeln, die über den ganzen Körper verteilt waren. Sie hatten die Lunge, ein Auge und den Darm verletzt. „Deshalb bin ich ein lebendiges Wunder“, sagte Braz de Aviz.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Das lebendige Wunder

  1. Und warum hat keiner die Frage zur Abkehr zur Stellung der Kirche bezüglich Verhütung gestellt? Es ist doch sinnlos, wenn Menschen 14 Kinder zeugen und nicht einmal eins davon ernähren zu können imstande sind. Das ist weder für die Umwelt gut, noch für die armen Kinder. Aber gut für den Opferstock.
    Im Weiteren, solange es keine Beweise für die Existenz eines Gottes gibt, bewegt sich diese Institution in der Irrationalität und Parawissenschaft. Warum sind die sich so sicher, dass es Gott gibt? Es gibt keinen einzigen Beweis dafür. Die pösen Ungläubigen, auch Geschöpfe Gottes, sowie die schwer zu öffnenden Kekspackungen, auch Geschöpfe Gottes, wenigstens diejenigen, die solche Kekspakungen produzieren, sind der beste Beweis dafür, dass es keinen allmächtigen, gütigen, vollkommenen… Schöpfer geben kann.
    Also nichts weiter als ein alljährliches Pflichtreffen von Sektenangehörigen nach Vorgabe ihres Terminkalenders.
    PS. Haben Sie es bemerkt? *hüstel, hüstel

    1. Rote Kartoffel mit Auge, in der Frage der Verhütung, gebe ich Dir recht. Die sollte man der Kirche echt mal stellen. Aber es sind sicher so viele Kardinäle, Bischöfe, Pastoren, Pfarrer, Priester usw. in den Kinder Skandal verwickelt, das diese es nicht gut heißen können abzutreiben bzw Verhütung. Für Paraguay genauso Afrika, gelten viele Kinder als Altersvorsorge.“ Auch wenn ich nicht weiß, wie ich sie ernähren soll, gilt natürlich nur mit ein und derselben Frau, aber wenn die dann durchkommen, werden die mich im Alter stützen“. Für das andere, keiner weiß wirklich ob es ein übernatürliches Wesen ( Gott ) gibt, niemand hat Ihn je gesehen und wir Ihn niemals lebend zu Gesicht bekommen. Fakt ist, das die Kirche, egal welcher Glaubensrichtung, Moschee, Kirche usw, nur Betriebe sind, um Geld zu verdienen. Alles sind Sekten, die die Mitglieder aussaugen.

  2. Achso, zum Artikel „“Das lebendige Wunder”, bei schrot aus mehr als 10 Metern abgefeuert, tun mächtig weh, bringen aber keinen um, es sei denn, das Gesicht wird getroffen. Aus naher Distanz, 2-3 Meter ist es tödlich. Also kein Wunder. ich bin mir nicht einmal sicher, ob die überhaupt jemand gezählt hat, wenn nicht entfernt. Aber von der Kirche, muss man immer wieder auf Wunder weisen, damit das „Gemeine“ Volk, was es gilt zu melken bei der Stange bleibt.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    @eggi
    Sie haben relativ recht.
    Eben es ist aber auch ein Mythos dass Taubenschrot nicht toetlich ist. #5 Taubenschrot hat etwa 170 Baellchen (pellets) drinnen wovon ihn 130 getroffen haben (#4 Taubenschrot hat etwa 135 pellets drinnen). #6 Vogelschrot pulverisiert die Organe von einer Distanz von 5 Metern in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=zaR1EVybUgc.
    Wenn der Pfaffe einige Pellets in der Lunge und Eingeweide hatte und die pellets ueber den ganzen Koerper verteilt waren, so duerfte die Distanz etwa 20 Meter betragen haben mit ner einfachen „Abgesaegten“ cilinder bore choke und mindestens #5 Vogelschrot. Da die Schrotflinte schon sehr „gestreut“ hat so koennte die Distanz noch groesser gewesen sein denn um Kopf und Unterleib zu „bestreuen“ (1 Meter Diameter) dann muss es schon eine gute Distanz gewesen sein. Mit Full Choke streut meine bei 15 Meter in etwa 20 Zentimeter im Diameter.
    Birdshot’s lethal range; https://www.youtube.com/watch?v=mkmv6SB2k-I.
    Birdshot Home Defense Gel Test; https://www.youtube.com/watch?v=97sjv11yesc.
    Das ist aber allemal ein aerztliches Wunder das zerschredderte Fleisch, Arterien und Organe zusammenzuflicken ohne dass er verblutete.
    Man unterschaetze und verniedliche niemals Vogelschrot bei ner Schrotflinte – eine Ladung in den Leib und der Angeschossene denkt an ganz was anderes als daran was er eben vor dem Schuss im Sinn hatte. Bei sehr fetten Menschen kann die Ladung Schrot natuerlich im Fett steckenbleiben.
    Die Kirche stellte ein paar Jahrhunderte nach Christus das Zoelibat auf damit nu die von Gott berufenen Ledigen sich hingezogen fuehlten zum Priesteramt. Eben so wie Pauli es in seinen Briefen sagte. Man wollte die weniger Qualifizierten ausschliessen, d.h. die Verheirateten.
    Das funktionierte in den ersten Jahrhunderten auch praktisch immer (es gab keine sexuelle Verirrungen in der ersten Zeit der katholischen Kirche), aber verlor sich mit den Jahrhunderten. Was tun wenn ein Priester glaubte die Gabe des Ledigseins zu haben, aber nachher merkte dass er sie nicht mehr hatte? Nun man konnte immer das Amt niederlegen. Warum tut man es heute nicht als Pfaffe anstatt sich an den Leuten zu vergreifen? Austreten kann man immer und sich dann ehelichen, eben als Laie dann.
    Ich nehm an das Pfaffenleben ist eben zu angenehm, das man nicht mehr missen will so dass man nicht freiwillig sein Amt niederlegt.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    @Kekspackung
    Gott zu beweisen ist nicht schwierig. Zu beweisen das Gott NICHT existiert das fiele mir schwer. Durch zufall gibts keine DNA genausowenig wiebdurch zufall ein Computerprogramm entsteht. Urknall ist Humbug. Kein Leben entsteht von selbst.
    Hier der Beweis der Existenz Gottes. Methusalem lebte 365 Jahre bevor er entrueckt wurde und Lamech, der Vater Noahs lebte 777 Jahre. Sind die beiden Zahlen zufall? Niemals.
    Ist es zufall dass der Vater Noahs, Lamech, 5 Jahre vor dem Grossvater Noahs, Methusalem, starb und beide kurz vor der Sintflut fast zur gleicher Zeit,starben aber beide noch an der Arche bauen halfen? Nein nie ist das Zufall. Ist es Zufall das gerade der letzte der vor der Sintflut starb 777 Jahre alt wurde, bedeutend juenger als alle vorherigen? Nein, niemals ist das Zufall.
    Bessere Gottesbeweise gibt es fast nicht.
    1. Mose 5 V 1 ff.
    „Die Nachkommen Adams von Seth bis Noah
    → 1Mo 4,25-26; 1Chr 1,1-4; Hebr 11,5-6; Jud 1,14-15
    1 Dies ist das Buch der Geschichte von Adam: An dem Tag, als Gott den Menschen schuf, machte er ihn Gott ähnlich; 2 als Mann und Frau schuf er sie; und er segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch« [Adam, von Adamah d.i. Erde], an dem Tag, als er sie schuf.
    3 Und Adam war 130 Jahre alt, als er einen Sohn zeugte, ihm selbst gleich, nach seinem Bild, und er nannte ihn Seth. 4 Und die Lebenszeit Adams, nachdem er den Seth gezeugt hatte, betrug 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter. 5 Und die ganze Lebenszeit Adams betrug 930 Jahre, und er starb.
    6 Und Seth lebte 105 Jahre, da zeugte er den Enosch; 7 und Seth lebte, nachdem er den Enosch gezeugt hatte, [noch] 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 8 und die ganze Lebenszeit Seths betrug 912 Jahre, und er starb.
    9 Und Enosch lebte 90 Jahre, da zeugte er den Kenan; 10 und Enosch lebte, nachdem er den Kenan gezeugt hatte, [noch] 815 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 11 und die ganze Lebenszeit Enoschs betrug 905 Jahre, und er starb.
    12 Und Kenan lebte 70 Jahre, da zeugte er den Mahalaleel; 13 und Kenan lebte, nachdem er den Mahalaleel gezeugt hatte, [noch] 840 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 14 und die ganze Lebenszeit Kenans betrug 910 Jahre, und er starb.
    15 Und Mahalaleel lebte 65 Jahre, da zeugte er den Jared; 16 und Mahalaleel lebte, nachdem er den Jared gezeugt hatte, [noch] 830 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 17 und die ganze Lebenszeit Mahalaleels betrug 895 Jahre, und er starb.
    18 Und Jared lebte 162 Jahre, da zeugte er den Henoch; 19 und Jared lebte, nachdem er den Henoch gezeugt hatte, [noch] 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 20 und die ganze Lebenszeit Jareds betrug 962 Jahre, und er starb.
    21 Und Henoch lebte 65 Jahre, da zeugte er den Methusalah; 22 und Henoch wandelte mit Gott 300 Jahre lang, nachdem er den Methusalah gezeugt hatte, und zeugte Söhne und Töchter; 23 und die ganze Lebenszeit Henochs betrug 365 Jahre. 24 Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.
    25 Und Methusalah lebte 187 Jahre, da zeugte er den Lamech; 26 und Methusalah lebte, nachdem er den Lamech gezeugt hatte, [noch] 782 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 27 und die ganze Lebenszeit Methusalahs betrug 969 Jahre, und er starb.
    28 Und Lamech lebte 182 Jahre, da zeugte er einen Sohn; 29 und er gab ihm den Namen Noah [d.i. Trost, Ruhe], indem er sprach: Der wird uns trösten über unsere Arbeit und die Mühe unserer Hände, die von dem Erdboden herrührt, den der Herr verflucht hat! 30 Und Lamech lebte, nachdem er den Noah gezeugt hatte, [noch] 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 31 und die ganze Lebenszeit Lamechs betrug 777 Jahre, und er starb.
    32 Und Noah war 500 Jahre alt, da zeugte Noah den Sem, den Ham und den Japhet. „.

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