Filadelfia: Die weitläufige Chaco-Region bleibt ein Ort düsterer Geheimnisse. Auch im Jahr 2026 warten Familien aus Europa und Südamerika vergeblich auf Antworten über ihre verschwundenen Angehörigen, allen voran der Fall eines Wiener Abenteurers, der das Land erschütterte.
Sieben Jahre Ungewissheit am Cerro León
Der Österreicher Wilhelm Wabnegg (li. im Beitragsbild) gilt seit dem 28. April 2019 als vermisst. Damals befand er sich mit seinem Wohnmobil auf einer Reise durch den Chaco und kündigte Freunden gegenüber an, den Cerro León besteigen zu wollen.
Während sein Wohnwagen ohne Spuren von Gewalt oder Diebstahl gefunden wurde, fehlt von Wabnegg jede Spur.
Suchtrupps unter der Leitung der Bürgersicherheit Boquerón fanden weder Kleidungsstücke noch Ausrüstungsgegenstände, was einen Angriff durch wilde Tiere unwahrscheinlich macht.
Bis heute, sieben Jahre später, bleibt sein Verbleib ein absolutes Rätsel.
Weitere Schicksale im “Grünen Labyrinth“
Wabnegg ist nicht der einzige, den der Chaco verschluckt hat:
Leonardo Lares Perdomo (24): Der Venezolaner (Bildmitte) wird seit Februar 2022 vermisst. Er verirrte sich bei Infante Rivarola im dichten Buschland an der Grenze zu Bolivien, nachdem ihm die Einreise verweigert worden war. Seine Mutter wirft den Behörden vor, die Suche damals zu spät eingeleitet zu haben.
Marcelo Esteban Ferhauer: Er verschwand bereits im Jahr 2013 nach einer Fahrt von Filadelfia aus. Seit nunmehr 13 Jahren sucht seine Mutter Oti Eberhardt nach ihm und geht jedem vagen Hinweis nach, laut dem ihn jemand angeblich als Obdachlosen in Asunción gesichtet haben will.
Die Nationalpolizei hat bis heute keine neuen Erkenntnisse zu diesen Fällen. Die Angehörigen rufen die Bevölkerung weiterhin dazu auf, jegliche Informationen den Behörden zu melden.
Wochenblatt / ABC Color















