Asunción: Das Thermometer des Giganten gibt Anlass zur Sorge: Der Verbrauchervertrauensindex ist innerhalb eines Jahres um 11 Prozentpunkte gefallen – von 50,73 % auf 39,67 %. Das Vertrauen, das die paraguayischen Haushalte in ihre eigene Wirtschaft hatten, bricht zusammen.
Diese Zahlen sprechen Bände. Es ist das Gefühl einer Familie, die sich gegen die Neuanschaffung eines Haushaltsgeräts entscheidet, weil sie nicht weiß, ob sie die nächste Rate noch zahlen kann. Es ist das Gefühl derer, die den Kauf eines Autos, eines Motorrads oder eines Eigenheims aufschieben – jede Entscheidung, die eine Bindung an die Zukunft erfordert, weil sich die Zukunft in Paraguay immer unsicherer anfühlt.
Und die Ersparnisse – dieses kleine Sicherheitsnetz, das eine Familie gegen unvorhergesehene Ereignisse schützt – haben sich innerhalb eines Jahres halbiert. Konnten vor 12 Monaten noch 22,5 % sparen, sind es heute nur noch 11 %. Während die Regierung uns etwas vom “Giganten“, von Wirtschaftswachstum, dem BIP und ihrem Investment Grade erzählt, schreibt das Leben der echten Menschen eine ganz andere Geschichte.
Während sich die Makroökonomie in den Taschen weniger Konzerne und Eliten konzentriert, sieht der einfache Paraguayer – der arbeitende Mensch, der paradoxerweise eben diese Wirtschaft am Laufen hält –, wie seine Mikroökonomie, das Geld für den täglichen Bedarf, in sich zusammenbricht.
Das Thermometer des Verbrauchervertrauens lügt nicht. Es hat keine politische Agenda, kein Narrativ zu verteidigen, außer einer Realität, die den Menschen direkt ins Gesicht schlägt. Ich weiß nicht, wo sie die Temperatur dieses “Giganten“ messen, den uns dieser schwätzende Vielreiser verkaufen will. Doch während er und seine Clique an der Finanzbörse zocken, mit unserem Geld spielen und sich zu Multimillionären machen, wächst in der Bevölkerung nur eines: Das Misstrauen.
Wochenblatt / Megacadena Kattya González
















Asgard980
Hier kann man wieder einmal sehen wie der IWF kleine Länder im Würgegriff hat ! Der Guaraní ist immer mehr am steigen gegenüber Dollar und Euro was auf Soja und Fleisch Exporte zurückzuführen sein soll . Mit der Konsequenz das viele Produkte gewaltig gestiegen sind im Ernährungssektor und Immobilien Preise ausufern . Große konzerne und Reiche Ausländer investieren in PY doch die Bevölkerung wird nicht mitgenommen. Kleine Bauprojekte der Einheimischen können nicht umgesetzt werden weil Material und Maurer Kosten zu hoch sind. Es ist mehr Geld im Land aber nur für Reiche und Konzerne das Geld wandert dann nach USA ,Brasilien oder anderswo hin. Die Zeche bezahlt der Kleine Bürger ohne Arbeit und Land. Der IWF drohte PY keine Kredite mehr zu vergeben wenn die Steuern nicht erhöht werden und so nahm der Teufelskreis seinen Anfang.
Der Guarani muss wieder abgewertet werden um die Preise zu senken !
toto
Ist nicht ganz richtig. Der Hauptgrund für Steuererhöhungen ist der vollkommen aufgeblähte Staatsapparat. Die wissen nicht mehr, wo die Geld her nehmen sollen, um all die ungebildeten Dummköpfe, die sinnlos irgend wo rum sitzen, die Milliarden verschlingen, den viel zu hohen Sold zahlen sollen. Der Sack ist leer, ohne grandiose Abfindung will man niemanden der Familie vors Schienbein treten, also bleibt nur noch ein tieferer Griff in die “ Kollekte“.
Das Monopoli Geld, wurde noch nie aufgewertet, die anderen Währungen wurden abgewertet. Was natürlich, keine Rolle spielt im Landesinneren, wo normaler Weise der Import günstiger wird. An den Kassen nichts zu spüren. Nur die Exporteure jammern, das die nicht mehr soviel verdienen, weil ja alles in Dollar passiert.
toto
Das Problem mit der ganzen Abwertung, des Dollars, Euro usw. ist die Börse. China, Russland und weitere Länder verfügen jeder über mehrere 100 Milliarden Dollar, aufgekauft wo Dollar und Euro schwach waren. Dann verkauf von mehreren Milliarden Aktien. Kurs sinkt rapide.
Und gerade China und Russland wollen eine BRICS Währung auf den Markt bringen um den Dollar und Euro zu Fall zu bringen. Nur konnten die sich bis heute nicht einigen, wie die Währung aussieht oder heist.