Dem Teufel von der Schippe gesprungen

Caaguazú: Bei einem Stierreitfest, auch Torin genannt, schaffte es ein Stier während einer musikalischen Darbietung seinen Undank mit einem Ausbruch aus seinem Gatter auszudrücken und rannte auf die Sängerin zu. Dank des Torreros überlebte die Frau unverletzt.

Ob es nun Klaustrophobie oder der musikalische Geschmack des Stiers war, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass, so sehr es den Zuschauern auch gefällt, es sich um eine Art Misshandlung von Tieren zur Bespaßung von Menschen ist, was besonders an warmen Tagen nicht zu ertragen ist, nein nicht wegen dem Geruch, sondern wegen dem Leiden der Tiere. Solche Ausbrüche sind u.a. auf mangelnde Haltung zurückzuführen. Was denken sie über die im Inland normalen Events?

Wochenblatt / El Nacional

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6 Kommentare zu “Dem Teufel von der Schippe gesprungen

  1. Das sind doch einmal schoene Bilder von einem Stierkampf, bei denen zumindest zeitweise der Stier gewinnt.

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  2. Ich wusste nicht dass es sowas in Paraguay gibt. Was ich davon halte? Gar nichts. Ich finde das unmöglich und sollte m.E. verboten werden. Ich bin eindeutig auf der Seite des Stiers. Misshandlungen an Tieren unterstützen und danach scheinheilig in die Kirche gehen. Ich „liebe“ solche Menschen.

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  3. step by step

    der stier hatte wohl etwas gegen diesen gesang, kann ich sehr gut verstehen. wie schon gesagt wurde sollten solche veranstaltungen verboten werden.

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  4. Ich war auch schonmal bei so einem „Torin“ und fand es schrecklich. Man sieht ganz eindeutig, auch in diesem Video, wie der Stier total im Stress steht und verängstigt ist. In Spanien werden ja extra Kampfstiere für sowas gezüchtet und vermutlich auch trainiert, hier in Paraguay wird wohl einfach ein kräftiger Bulle aus einem Feld, der den ganzen Tag sonst frisst, auserwählt.
    Leider sieht man an den vollen Rängen, dass diese zweifelhafte Veranstaltung total beliebt im Landesinneren ist.

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  5. Auch „Torin“ habe ich nie gehört. Ich war mal als Kind in Spanien bei einem Stierkampf, da war ich ca. 6 und habe es natürlich nicht richtig einordnen können was das soll, dass ein möchtegern Macho-Hampelmann bunte Pfeile in ein Tier rammt. Kann mich aber heute noch daran erinnnern, folglich muss das einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Von den wenigen Paraguayanern habe ich auch noch was von so einer Veranstaltung gehört. Ich könnte mir gut vorstellen, dass so etwas eher auf dem Land eine Tradition hat.

  6. Hüpfindianer

    Habe hier auf Wochenblatt-Paraguay von einem langjährigen Insassen mal gelesen, dass es hierzulande zwar Stierkämpfe geben solle, sie aber dein Stier nicht abmurcksen. Dabei kommt es halt immer wieder zu Unfällen. Wie in Spanien, wo sie die Stiere durch die Straßen treiben. Habe gar höchst persönlich einmal einen ca. 7-Jährigen Spanier kennengelernt, der mit der Platte im Bein zum Glück sein Leben noch vor sich hatte. Dabei fällt mir ein Sprichwort von Albert Einstein ein (frei zitiert): „Die geistige Beschränktheit der Menschheit ist wohl grenzenlos. Insbesondere mancher Eltern“.

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