Wer ist verantwortlich für den Unfall?

Asunción: Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am vergangenen Samstag gegen 14:30 Uhr auf der Avenida Mcal. López an der Kreuzung mit der Avenida Zanotti Cavazzoni in Asunción, wo ein Motorradfahrer von einem weißen Kia Picanto angefahren wurde. Dieser wurde von einer Frau gesteuert, die unvorschriftsmäßig links abbog.

Nicolás Quintana, ein junger Uber-Fahrer, der Zeuge des Vorfalls wurde, nahm den Moment auf und postete ihn auf seinem TikTok-Konto.

Wie in dem Material zu sehen ist, ereignete sich der Zusammenstoß, als der Fahrer des Motorrads mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Zentrum der Hauptstadt fuhr, während das Fahrzeug auf der Gegenspur kam und den doppelten gelben Streifen überquerte, um links abzubiegen.

Nach dem Aufprall wurde der Motorradfahrer zu Boden geschleudert und erlitt mehrere Verletzungen, während das Fahrzeug mehrere Schäden aufwies.

Einige Minuten später kam der junge Mann unter Schock wieder auf die Beine und wurde mit einem Krankenwagen in ein medizinisches Zentrum gebracht. Genau genommen dauerte 18 Minuten bis ein Krankenwagen eintraf.

Quintana erzählte, dass es ihm gelungen sei, mit einem Bekannten des Opfers in Kontakt zu treten. Dieser sagte, dass der Motorradfahrer sich in einem stabilen Zustand befinde, aber ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, da er sich das Handgelenk und den Arm gebrochen und mehrere Schnittwunden im Gesicht erlitten habe.

Der Motorradfahrer sei mit 120 km/h unterwegs gewesen und habe, als er das kreuzende Fahrzeug bemerkte, seine Geschwindigkeit verringert, konnte aber den Aufprall nicht mehr verhindern.

Die Fahrerin des Picanto, die völlig unverletzt blieb, trug einige Schäden am Fahrzeug davon und wurde später von der Nationalpolizei festgenommen.

Der Internetnutzer sagte, er habe sich entschlossen, das Video am Sonntag zu veröffentlichen, weil er sich vergewissern wollte, dass der junge Mann noch am Leben sei. Er sagte jedoch, dass es 15 Minuten nach dem Hochladen aufgrund der Richtlinien der Plattform wieder entfernt worden sei.

Er sagte, er habe angefangen, den Motorradfahrer zu filmen, weil er es gewohnt ist, zu filmen, wenn er etwas sieht, das seine Aufmerksamkeit erregt, aber dies ist das erste Mal, dass er einen Unfall dieses Ausmaßes gefilmt hat.

Wochenblatt / Última Hora

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9 Kommentare zu “Wer ist verantwortlich für den Unfall?

  1. Jeder der diese Kreuzung kennt weiß, dort biegt man ab, auf paraguayische Art, so zumindest nenne ich diesen Schwachsinn. Keiner stört sich dann, der Paraguayer hält still, er macht es ja meisten selbst, nur eben an einer anderen Stelle.
    Schuldfrage sollte also kein Problem sein, aber ich sehe das zumindest etwas anders, bei der Geschwindigkeit die der Motorradfahrer drauf hatte, sehe ich das etwas anders. Denn bei dieser Geschwindigkeit kollidiert er ja immer, mit jedem Verkehrsteilnehmer der dort einbiegen wollte.
    Für mich steht das im kausalen Zusammenhang, ganz eindeutig, wäre er nicht so absolut irre schnell gefahren, wäre es niemals zu diesem Unfall gekommen.
    Die Autofahrerin, hat mit Sicherheit auch eine Schuld, eben eine Teilschuld, in dem Fall, aber mehr sehe ich da mal nicht.
    Ein richtig guter Anwalt sollte das auch erreichen können, allerdings sollte normalerweise der Richter so etwas auch alleine erkennen, doch leider habe ich das mal kein Vertrauen.

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  2. Wer mit hoher Geschwindigkeit in der Stadt faehrt, der willigt darin ein, das es zu einem Unfall kommt. Ein Raser und eine Falschabbiegerin treffen sich, wo ist das Problem? Insbesondere besteht kein Grund fuer ein staatliches Sanktionieren, da sich nur 2 getroffen haben, die beide etwas falsch gemacht haben.

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  3. 120 km/h ist eine Ansageaber bekloppte gibt es überall. Mich hat mal einer in der Eifel auf dem Hinterrad überholt, bei Höchstgeschwindigkeit 70 km/h. Ich fuhr schon 80-90 km/h. Die Autofahrerin ist auch krass drauf. Der Motorradfahrer hat auch eine sehr “vorteilhafte Schutzkleidung” an. Mit Anfang/Mitte 20 bin ich auch mit T-Shirt gefahren. Das würde ich heute niemals machen. Für meinen Geschmack gehören beide erstmal eingebuchtet, zumindest der Moppedfahrer.

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  4. Ob links vorbei möglich gewesen wäre ist fraglich. Ich hätte es sicher auch nicht geschafft. Es war ja keine schlappe 150er sondern sicher eine 1000er mit vielleicht 150 PS. Da funktioniert das mit bremsen und links schwenken nicht mal so eben und wenn auf paraguayischen Straßen eher “learning by doing” herrscht erst recht nicht. Natürlich ist gerade die Beschleunigung faszinierend aber das macht man vielleicht besser auf Straßen mit dieser recht hohen Betonsperre zwischen den Fahrspuren, wenn überhaupt. Ich habe mir bei der Ex auch immer Sorgen gemacht aber das war nur eine besagte 150er. Die verrückte beste Freundin ist mit ihrem Quad auch oft wie eine Wildsau gefahren und hat sich nach einem Geburtstag nachts prompt um eine Laterne gewickelt. Meiner Frage ob Alkohol im Spiel war wurde stets ausgewichen.

  5. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Da der Herr bei dem Affentempo so schnell wieder aufsteht, zeigt, dass er wohl mindestens einen Schutzengel gehabt haben muss.
    Angesichts des Unfallhergangs ist er aber offensichtlich auch ungeeignet so eine Maschine zu fahren, zumal wer vorausschauend fährt und sein Fahrzeug im Griff hat, da auch mit so einer Rennmaschine bei den zum Zeitpunkt des Unfalls herrschenden Verkehrsverhältnissen locker hätte links vorbei kommen können.
    Wir reden aus Erfahrung. 200’000km (inkl. Südostasien wo sie noch irrer fahren wie in PY) unfallfrei, und das nicht weil wir schleichen; im Gegenteil ist es vielfach von Vorteil für die eigene Sicherheit schneller als alle anderen zu sein, dies schlicht und einfach weil man hinten keine Augen hat, und dauernd gleichzeitig in alle Richtungen schauen zu müssen das vorausschauende Fahren massiv nachteilig beeinflusst.

  6. Engel war ich auch nie und meine Frau schon mal gleich gar nicht. Aber, wer dermaßen den Hahn aufreißt, mitten in der Stadt, der sollte immer seinen Organspenderausweis bei sich tragen.
    Zudem fuhr er geradewegs auf sein Ziel zu, gut zu sehen, dass er nach rechts zog. Völlig überfordert und panisch.
    Eine Inhaftierung der Fahrerin finde ich maßlos übertrieben.

  7. Wenigstens war er nicht gerade mit 120 km/h an seinem Facebock-Profil updaten. So schlau sind se dann hierzuland auch wieder. Dies während Fahrt mit 2 km/h zu tun. Warum er nach rechts gezogen ist, ist, weil hier jeder mal abbiegt, auch wenn verboten, MUSS man einfach ein gscheit Grinsen auf dem Diente des Stockzahn aufsetzten und beide Daumen nach oben halten und dann mal guckt ob noch was kommt, gestern kam ja auch nix. Das ist hierzulande der Normalfall.. Als Signal “Ich bin die importanteste Person auf dem Planeten Schildbürga und i hobs eilig, i mues da jetzt mal durch”. Das Signal kennen wir doch alle, welches uns auffordert, den aus DÖCHL mitgebrachten Eiskratzer hervorzunehmen und dich von der Winschutzscheibe abzukratzen. Der Schaumeier konnte ja nicht wissen, dass sie nicht anhält mitten auf der Fahrbahn, so dass er noch rechts vorbeiziehen kann. Denn normal ist es nicht, links vorbeizuziehen, denn sie hätte ja gucken und sehen können, dass da einer mit 120 km/h kommt und sich denken können, der ist wohl kaum an seinem Facebock-Profil updaten, jetzt muess i aber anhalten, sonst donnert er mir noch rein, man ist der blöd man, i hab doch viel mehr Metall. Nö, hierzulande musst halt schon selber gucken, dass es noch reicht, entweder anzuhalten oder voll durchziehen. Die Schildbürgerfrage interessiert hierzulande kein Mensch. Weder hiesig Vollprofi-Prästeinpolizei noch -justiz. Außer einer:*In von beiden hätte eine freiwillige Unfallversicherung. Unfallversicherung ist hierzulande aber mas caro als Streichhölzl um Müllabzufackeln und Billigpolarbierbücksenpacks, um den Shwuddeli-Iglesias-Hui-120db abzuschwuddeli-hui. Zur Schildbürgerfrage gibt es also drei Möglichkeiten: Beide finden sich schuldig und streichen sich den eigenen Schaden ans Bein, das eine:*In zahlt Plata an das andere:*In oder das eine:*In oder dassen Familiy-Clan muckst das andere:*In ab und verscharrt ddR im Chaco. In allen Fällen haben beide Beteiligten von hiesig Vollprofi-Prästeinpolizei noch -justiz nix zu befürchten. Leben ja alle noch. Ist doch nix passiert.

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    1. Wobei, ein wenig ist er schon selbst schuld. Hätte einfach ein gscheit Grinsen auf dem Diente des Stockzahn aufsetzen und beide Daumen nach oben halten können, so als Signal für alle anderen “Ich die mas importanteste Person auf dem Planeten Schildbürga sein, i eilig hobs, i da jetzt mal durch mues ”. Sonst funktioniert dieses Signal immer bestens. MUSS man halt stets daran denken, dieses Signal auch zu kommunizieren hierzulande, wenn man es eilig hat.

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