Dengue-Epidemie – derzeit eine unüberwindbare Hürde

Asunción: Nachdem die staatlichen Krankenhäuser schon völlig kollabiert und alles Kapazitäten ausgelastet sind wurden nun auch die privaten Kliniken und Krankenhäuser dazu aufgefordert jeden Patienten mit Dengue Symptomen zu untersuchen bzw. zu internieren. Bei Verstoß von Seiten der privaten Institutionen soll eine Anklage und Strafe fällig werden, was alle zur Behandlung animieren soll.

Staatliche Krankenhäuser haben insgesamt etwas über 300 Betten auf der Intensivstation, wovon 90% mit Dengue Patienten belegt sind. Die Krankenhäuser verschieben Operationen ohne große Dringlichkeit, damit mehr Platz für Denguepatienten ist.

Das staatliche Gesundheitssystem rechnet damit bis zu 1.500 Personen im Krankenhaus behandeln zu müssen in den kommenden Monaten. Es wird auch davon ausgegangen, dass die Krankheit dieses Jahr sich stärken verbreitet als es in den letzten Jahren der Fall war.

An die 20 Menschenleben kostete diese fiebrige Krankheit schon in diesem Jahr, unzählige haben sich angesteckt und medikamentieren sich selbst oder lassen sich professionell behandeln.

Das Denguefieber ist eine Krankheit, deren Ursache eine Infektion mit dem Dengue-Virus ist. Bei dem Virus handelt es sich um ein 40 bis 60 nm großes, behülltes RNA-Virus mit positiver Polarität aus der Familie der Flaviviren.

Das Virus wird durch den Stich einer Mücke übertragen (Inkubationszeit bis zu 2 Wochen) und ist in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Die einzigen bekannten Wirte des Virus sind Primaten und verschiedene Stechmückenarten. Es existieren vier verschiedene Serotypen (Untergruppen) des Virus, die sehr wahrscheinlich unabhängig voneinander innerhalb der letzten 2000 Jahre in Asien von nichtmenschlichen Primaten auf den Menschen übersprangen. Seit dem Zweiten Weltkrieg und der folgenden Globalisierung ist das Denguefieber unter anderem durch die Verbreitung seines Überträgers auf dem Vormarsch und wird oft auch als emerging disease (sich ausbreitende Krankheit) bezeichnet. Bei Denguefieber handelt es sich um die sich am schnellsten ausbreitende, virale, von Moskitos übertragene Krankheit; die Fallzahlen haben sich von 1960 bis 2010 verdreißigfacht.

Die Krankheit äußert sich häufig mit unspezifischen Symptomen oder solchen, die einer schweren Grippe ähneln, können aber auch innere Blutungen umfassen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann ein sogenanntes Dengue Hämorrhagisches Fieber (DHF) oder ein Dengue shock syndrome (DSS) auftreten, die beide zum Tode führen können. Die WHO schätzt, dass jährlich 50 bis 100 Millionen Personen erkranken, 500.000 Personen einen schweren Krankheitsverlauf durchleiden und 22.000 Personen an Denguefieber sterben; die meisten der Todesopfer sind Kinder.

Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht eine Meldepflicht bei Verdacht, Erkrankung, Tod, direktem und indirektem Erregernachweis oder hämorrhagischem Krankheitsverlauf.

(Wochenblatt / Última Hora / Wikipedia / Foto: Wikipedia)

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