Der andere wars!

Asunción: Die Schuld von sich weisen ist eine Eigenschaft, die allen Politikern maßgeschneidert ist. Die Mitglieder von Honor Colorado machen Mario Abdo für Verzögerungen verantwortlich, die der Brand beim Obersten Wahlgericht mit sich bringen könnte. Nur warum?

Die Honor-Colorado-Bewegung hat eine Erklärung abgegeben, die sich auf die jüngsten Ereignisse in Paraguay bezieht, die die Kontinuität des demokratischen Wahlprozesses gefährden, und im konkreten Fall des Brandes im Obersten Wahlgericht, bei dem ein Beamter dieser Institution ums Leben kam.

In einem Teil des Kommuniqués heißt es: “Das Gesetz Nr. 834 zur Einführung des paraguayischen Wahlgesetzes legt in seinem dritten Artikel fest: ‘Niemand darf die Ausübung des Wahlrechts behindern, einschränken oder stören. Die Behörden sind verpflichtet, die Freiheit und Transparenz des Wahlrechts zu gewährleisten und seine Ausübung zu erleichtern. Zuwiderhandlungen werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen geahndet“.

Andererseits wird der Präsident der Republik für jedes Ereignis verantwortlich gemacht, das die Entwicklung des vorgesehenen Zeitplans verändern oder eventuell behindern könnte. In einem anderen Teil des Textes wird auf das auffällige Schweigen von Mario Abdo Benítez angesichts des Brandes im Obersten Wahlgerichtshof hingewiesen, bei dem mehr als 7.000 Wahlgeräte verloren gingen und auch ein Landsmann ums Leben kam.

Ein auffälliges Schweigen ist eventuell diplomatisch richtig anstatt wie Honor Colorado jedes und jeden beschuldigt etwas damit zu tun zu haben. Wenn Santiago Peña so gut dasteht, wie die Umfragen von Cartes angeblich beweisen, braucht man doch nicht schon im Vorfeld Schuldige zu suchen, falls es Änderungen geben sollte, die nicht einmal der Präsident der Institution, der von Cartes persönlich ernannte Jaime Bestard, sieht.

Ein Teil des Textes hebt auch den folgenden Satz hervor: “Die völlige Vernachlässigung und der fehlende Schutz der Einrichtungen, in denen sich die restlichen Maschinen befinden, grenzt an Komplizenschaft“. Diese Anschuldigung ist eigentlich an Jaime Bestard (HC) gerichtet, doch einen aus den eigenen Reihen verantwortlich machen, will Cartes auch nicht, weswegen er Abdo Benítez vors Loch schiebt.

Wochenblatt / La Nación

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2 Kommentare zu “Der andere wars!

  1. Wie ich schon einmal geschrieben habe, sollte geprüft werden, wann die zum letzten Mal ihre Müllgebühr bezahlt haben. Ich nehme mal an, dass das schon Jahre her ist. Das hat ja keine großen Konsequenzen im Lande der unendlich Bescheuertheiten. Dann wird der Müll halt einfach nicht mehr abgeholt. Autsch. Da bleibt wohl nicht viel übrig als ihn mit Streichhölzl loszuwerden. Das ist ja auch gesund, bekömmlich, allseits akzeptiert und dieses Vorgehen betreiben viele hierzulande. Na, den Steuerzahler die Müllgebühr in Rechnung stellen, einsacken, sich dafür Streichhölzl und Billigpolarbierbücksenpacks kaufen. Das ist doch gekonnt.
    Natürlich, “Der andere wars!”, wenn dann mal etwas schief geht und es seine Kacke ins eigene Haus zieht. Auch das ist doch gekonnt.
    “Ein auffälliges Schweigen ist eventuell diplomatisch richtig”, auch das ist gekonnt. Hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolizei und -justiz ist eh nicht in der Lage irgend etwas auf die Reihe zu bekommen. Auch das ist doch gekonnt.
    “Die völlige Vernachlässigung und der fehlende Schutz der Einrichtungen, in denen sich die restlichen Maschinen befinden, grenzt an Komplizenschaft“. Jap, na klar, dem Steuerzahler verrechnen, die Plata in Streichhölzl und Billigpolarbierbücksenpacks investieren. Auch das ist doch gekonnt.

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  2. Da steppt der Bär bei der Demokratie-Generalprobe!
    Das alte Wahlbetrugssystem wird durch ein moderneres Wahlbetrugssystem ausgetauscht. Dass das nicht kampflos (schlimmer als jede Scheidungsschlammschlacht) passiert ist klar.

    Man sollte den Popcorn-Nachschub nicht abreißen lassen, das wird noch sehr spannend!

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