Der Apokalypse nahe

Asunción: Die Wirtschaft befindet sich angesichts der Gesundheitskrise derzeit auf der „Intensivstation“, da in der den Krankenhäusern allmählich die Medikamente ausgehen und es fast keine Betten für Krankenhausaufenthalte gibt.

Der ehemalige Minister für Industrie und Handel, Gustavo Leite, der heute bei HC Innovations Geschäftsführer ist, analysierte die finanzielle Situation des Landes für die Cartes-Presse wie folgt:

„Ich glaube, dass es der Moment ist, in dem der Finanzminister die Wahrheit sagen sollte, da er uns gesagt hat, dass er 300 Millionen US-Dollar für die Gesundheitswesen bei Seite gelegt hat. Was ich mich frage ist, ob es einen solchen Fonds gibt. Denn wie kommt es, dass den Krankenhäusern Medikamente fehlen, wenn dieses Geld für das Gesundheitswesen ist? Politisch ist es der Moment die Sachen anzugehen und menschlich ist es der Moment, das zu tun, was getan werden muss“, so Leite.

Basierend auf einem Bericht des Haushaltes über die finanzielle Situation des Landes (Situfin 2020), heißt es, dass der Staat 7,7 Milliarden US-Dollar ausgab aber nur 4,75 Milliarden US-Dollar Einnahmen an Steuern und anderen Mitteln hatte. Des Defizit beläuft sich damit auf 2,95 Milliarden US-Dollar. Die Zentralbank beschrieb die Neuverschuldung mit 2,2 Milliarden US-Dollar, was nicht ganz stimmen kann, da 750 Millionen US-Dollar fehlen. Damit liegt das Haushaltsdefizit bei 9% und nicht 6% wie offiziell angegeben.

„Das Haushaltsbudget des Gesundheitsministeriums betrug 850 Millionen US-Dollar und laut Situfin wurde es komplett ausgeschöpft. sagt, dass es vollständig umgesetzt wurde. Wenn das Defizit 750 Millionen US-Dollar höher ist als angegeben, wo sollen dann die 300 Millionen US-Dollar sein, die der Gesundheitsminister angeblich zurückhält“, so abschließend Leite.

Dieses ganze Problem erzeugt Misstrauen bei der Bevölkerung. Sobald der Staat Geld bekommt muss er zuerst alte Schulden zahlen bevor er wieder in die Löhne und Investitionen denken kann. Eine Staatsreform will keiner vornehmen, da die Leute zu entlassen, die nicht arbeiten aber kassieren, ihr eigenes Ende bedeuten würde.

Wochenblatt / La Nación / Bild: Wochenblatt

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1 Kommentar zu “Der Apokalypse nahe

  1. Es gibt quasi keinen staat, der nicht sofort nur alte schulden bezahlt. Und die planilleros? Siehe überbevölkerung wenn auch nicht 1 : 1 weil natürlich der eine oder andere auch in der privatwirtschaft was finden würde. Wie viele, ist eine andere frage. Was abrr sicher ist, ist dass diese planileros weniger kosten als asylanten in der ersten welt. Gerade deutschland und die usa, experten fúr grenzsicherung und einwanderungspolitik, sollen sich hier also aufregen. Hi, ha hu!!!

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