Der “Enten-Walter“ schrieb Geschichte in Yacyretá

Coronel Oviedo: Eigentlich heißt er Walter Schäffer, aber die meisten Menschen kennen ihn unter dem Namen “Enten-Walter“, denn mit der 2CV-Ente reiste er durch die halbe Welt. Aber auch in Yacyretá ist sein Name Geschichte.

Mittlerweile ist Schäffer 68 Jahre alt und hat das Reisen, ob mit der Ente oder einem Landrover, so gut wie an den Nagel gehängt. Nur noch wenn ihn das Fernweh packt oder ein guter Bekannter ihn darum bittet kann es ein, dass es sich Schäffer anders überlegt.

„Ich kam erst vor ein paar Tagen aus Bolivien zurück. Ein guter Freund hat mich zu der Reise überredet. Das langt aber jetzt erst einmal für die nächste Zeit“, sagte Schäffer.

Mehr als 30 Jahre ist er schon in Paraguay. Ursprünglich hat er den Beruf als Modellbauer in Deutschland gelernt und ausgeübt. So kam es auch zu der Geschichte mit dem binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá.

Bei einem Gespräch mit einem Deutschen in Villarrica kam das Thema Yacyretá, dessen Bau sich in der Endphase befand, auf den Tisch. Dieser kannte einige Verantwortliche aus dem Wasserkraftwerk und schlug Schäffer als Modellbauer vor.

„Nach einem Gespräch in Asunción mit einer Kommission für den Bau des Wasserkraftwerks Yacyretá sollte ich ein Modell der Turbinen anfertigen. Ich bin nach Ayolas gefahren, gab ein Angebot ab, bekam den Zuschlag und machte mich an die Arbeit“, berichtete Schäffer.

Es dauerte einige Monate bis er das Modell fertig hatte. Es steht heute immer noch im Ausstellungsraum in Ayolas. Nachdem der Zahn der Zeit seine Spuren durch die vielen Besucher hinterlassen hat soll es restauriert werden. Von Seiten der Direktion aus Yacyretá hat man schon mit Schäffer Kontakt aufgenommen. Konkret ist aber noch nichts dabei herausgekommen.

Wenn der “Enten-Walter“ nicht auf Reisen ist oder an Modellen bastelt schreibt er Bücher. Zwei sind schon erschienen, das dritte, ein E-Book, ist fertig, muss aber noch formatiert werden.

„Ich habe mit einem Bekannten aus der Kolonie Independencia gesprochen. Er wird wohl das Manuskript formatieren und bei einem Verlag hochladen. Dieser Schritt ist für mich Neuland. Deshalb brauche ich bei dem Punkt Unterstützung“, sagte Schäffer.

Im Augenblick erholt sich der “Enten-Walter“ aber erst einmal mit seiner Frau in Coronel Oviedo, Caaguazú, von der letzten Reise. Wer weiß, wann ihn aber wieder das Fernweh packt oder was er noch für andere Projekte in Angriff nimmt. Man muss bei ihm immer mit neuen Überraschungen rechnen.

Wochenblatt

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