Falcón: Wenn ein Lkw-Fahrer mitten auf der Route seinen Löffel verliert, einen kleinen Kocher, eine Hängematte oder sogar einen kleinen Kühlschrank braucht, gibt es jemanden, der auftaucht, um ihn aus der Klemme zu helfen.
Die Rede ist von Manuel, in der Gegend von Falcón besser bekannt als der “Chino Salvatore“ (der chinesische Retter) – ein fliegender Händler, der sein Motordreirad in einen mobilen Mini-Markt verwandelt hat, der den Fahrern das Leben rettet.
„Töpfe und kleine Kocher verkaufe ich am meisten, weil das genau die Dinge sind, die den Jungs gestohlen werden, wenn sie in diesen langen Wartezeiten stecken, um ihre Fracht zu be- oder entladen“, erzählte Manuel. „Hängematten, Fernseher, kleine Kühlschränke – ich habe alles im Angebot. Und was ich nicht habe, erfinde ich eben“, meinte er lachend.
„Ich habe alles da, um ihnen zu helfen, denn sie machen auf den Straßen so einiges durch und sind auch vor Langfingern nicht sicher. Fast bei jeder Fahrt wird ihnen etwas gestohlen. Wenn ich mal nicht in der Gegend bin, rufen sie mich an“, berichtete er. Angefangen hat er vor zehn Jahren mit ganz wenig: „Damals hatte ich nur ein paar Kleinigkeiten in einer Tasche dabei. Später konnte ich mir ein Motorrad kaufen und jetzt habe ich schon ein Motordreirad, das ich zu einem mobilen Basar umgebaut habe. Es gibt einfach alles, sogar Werkzeug und Alltagsartikel“, erklärte er.
Er konnte das Lenkrad für seine Familie an den Nagel hängen
Was die wenigsten wissen: „Früher war ich selbst Lkw-Fahrer und weiß genau, was man auf der Straße alles braucht. Basiswerkzeug, Klappstühle – ich habe alles da. Ich habe meinen Job am Steuer aufgegeben, um mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen, denn früher habe ich sie nur ganz selten gesehen. Ich verdiene gut mit dem Verkauf, aber mein größter Gewinn ist die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe“, erzählte er gerührt.
Schließlich erinnerte er sich daran, wie sich sein Leben verändert hat: „Ich habe meinen Job als Lkw-Fahrer an den Nagel gehängt, um fliegender Händler zu werden. Wenn in Falcón nichts los ist, fahre ich in andere Gegenden, aber ich erinnere mich immer noch an die alten Zeiten, als ich nur mit einer Tasche auf dem Rücken unterwegs war“, schloss er.
Wochenblatt / Cronica















