Asunción: In der Debatte zwischen Gold und Bitcoin geht es längst nicht mehr zwangsläufig darum, sich für eine der beiden Anlagen zu entscheiden. Das Investmentmanagement-Unternehmen VanEck stellt fest, dass beide Anlagen innerhalb desselben Portfolios koexistieren können – allerdings mit einer sehr unterschiedlichen Gewichtung aufgrund des jeweiligen Risikoniveaus. Der Vorschlag sieht je nach Anlegerprofil eine Allokation von 2,5 % bis 5 % für Gold und 1 % bis 2 % für Bitcoin vor.
Gold behält das höhere Gewicht im Portfolio
Für ein konservatives Profil sieht die beispielhafte Aufteilung 2,5 % in Gold und 1 % in Bitcoin vor. In einem moderaten Portfolio steigt der Anteil auf 4,5 % für Gold und 1,5 % für Bitcoin, während die Allokation bei einem aggressiven Profil 5 % für Gold und 2 % für Bitcoin erreicht.
VanEck stellt klar, dass diese Zahlen hypothetisch sind und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung darstellen. Das Kriterium hinter dieser Verteilung besteht darin, Bitcoin mit einem geringeren Gewicht zu halten, um zu verhindern, dass dessen Volatilität letztlich das Gesamtrisiko des Portfolios dominiert.
Bitcoin zeigt weiterhin stärkere Schwankungen
Die Volatilität erweist sich als einer der Hauptunterschiede zwischen den beiden Vermögenswerten. VanEck betont, dass die Volatilität von Bitcoin drei- bis viermal höher sein kann als die von Gold, obwohl sich dieser Abstand in bestimmten Zeiträumen verringert hat.
Auch die Deutsche Bank hat darauf hingewiesen, dass Bitcoin in Punkten wie Vertrauen und Transparenz noch Fortschritte machen muss, um dem Profil eines Reserveguts näher zu kommen. Die Bank zählte 19 Phasen mit Einbrüchen von mehr als 20 %, bei einem durchschnittlichen Rückgang von 44 %.
Gold übertraf Bitcoin in den letzten fünf Jahren
Zwischen August 2021 und August 2026 erzielte Gold eine kumulierte Rendite von 146 %, verglichen mit 83 % beim S&P 500 und 64 % bei Bitcoin. Diese Entwicklung stützt die Auffassung, dass beide Anlagen sehr unterschiedliche Verläufe genommen haben, obwohl sie Merkmale wie Verknappung und Unabhängigkeit von der Geldemission der Zentralbanken teilen.
Auch die Diversifikation hat ihre Grenzen
Nicht alle Analysen stimmen darin überein, dass Gold und Bitcoin derzeit als große Diversifikatoren fungieren. Bloomberg Intelligence beobachtet, dass beide eine stärkere Korrelation mit dem S&P 500 gezeigt haben, was den erwarteten Schutz verringern kann, wenn sich die Märkte in die gleiche Richtung bewegen.
Aus diesem Grund konzentriert sich die Diskussion nicht nur darauf, wie viel jedem Vermögenswert zugewiesen werden sollte, sondern auch darauf, wie sich Volatilität, US-Dollar, Geldpolitik, Inflation und die Beziehung von Gold und Bitcoin zu Aktien entwickeln.
Wochenblatt / El Ratio















