Der Gran Chaco ist am anfälligsten für extreme Wetterereignisse

Filadelfia: Präsident Hayes und Boquerón weisen ein höheres Maß an Verwundbarkeit gegenüber extremen Ereignissen im Chaco auf. Ein Grund dafür sind Änderungen in der Landnutzung.

Während Argentinien und Bolivien im Durchschnitt die Fähigkeit haben, sich an die Klimavariabilität anzupassen, weist Paraguay eine niedrige Rate bei extremen Ereignissen auf. Dies geht aus der Studie über Vulnerabilität und Auswirkungen des Klimawandels im Gan Chaco Americano hervor.

Berücksichtigt wurden dabei die sozialen, infrastrukturellen, institutionellen und personellen Kapazitäten sowie deren geografische Isolation.

„Es ist deutlich zu erkennen, dass die Region, die Paraguay (im Gran Chaco) entspricht, diejenige ist, die im Hinblick auf Ressourcen, Kapazitäten und Anpassungspotenzial eine geringere Kapazität aufweist, obwohl sie über Gemeinschaften verfügen, die beispielhaft für ein großes Potenzial in der Produktion sind. Offensichtlich reicht das aber nicht aus, um ein hohes Niveau oder das Potenzials einer Gemeinschaft zu erreichen, die andere Arten von Fähigkeiten erfordert“, heißt es in dem Bericht vom Regionalportal für Technologietransfer zum Klimawandel für Lateinamerika und die Karibik (Regatta), an der auf paraguayischer Seite das Institute für Entwicklung (ID) beteiligt ist.

Gemäß den durch den Bericht festgelegten Klimaszenarien wird der Verwundbarkeitsindex im Jahrzehnt 2030/2040 für die Departements Alto Paraguay und Presidente Hayes sehr hoch sein. Im Departement Boquerón gehen die Experten von einem mittleren Risiko aus.

Für den Forscher und Archäologen Enrique Bragayrac, der an der Ausarbeitung dieser Studien beteiligt war, ist das Fehlen von Straßen oder deren katastrophale Zustand eines der Merkmale, die die Region für klimatische Schwankungen sehr anfällig machen.

Er weist darauf hin, dass die größte Bevölkerung in der Region Occidental die indigene Bevölkerung ist und ihre Lebensgrundlagen eng mit den Gütern und Dienstleistungen von Ökosystemen – wie beispielsweise Nahrungsmitteln, Pufferung von Extremereignissen, Wasser und anderen – verknüpft sind. Im Laufe der Zeit, aufgrund längerer klimatischer Ereignisse (Dürren und Überschwemmungen) und Veränderungen der Naturlandschaften kommt es zu gravierenden Änderungen der Lebensbedingungen.

Er fügt hinzu, dass Änderungen in der Landnutzung eine der größten Bedrohungen darstellen, weil Prognosen darauf hindeuten, dass sie zunehmen werden.

„Die durch Überschwemmungen verursachte Isolation, das Fangverbot für Bewohner am Fluss und der Zyklus von mehr Unwettern machen sie zu verletzlichen Gruppen. Die meisten dieser indigenen Völker sind Jäger und Sammler und der Verlust von Wäldern stellt die größte Bedrohung für die Gemeinden des Chaco und ihrer Lebensgrundlagen dar“, sagte Bragayrac.

Wochenblatt / Ultima Hora

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