Der López Palast bekommt seinen originalen Farbton zurück

Asunción: Pünktlich zum „Bicentenario“ der Unabhängigkeit konnte das Helden Patheon im Stadtzentrum mit seinem originalen Farbton die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Jetzt kurz darauf, im Rahmen von Renovierungsarbeiten am Regierungspalast bekommt auch dieser sein altes Gesicht zurück. Ein Sand-Farbton der bis jetzt nur den Turm bedeckt.

Viele Jahre lang wurde nur weiße Latexfarbe auf die Wände des 1857 begonnen Baus gestrichen. Dazu bemerken die Restaurateure, dass sie Zinnen aus Bronze bestehen und nur mit Farbe übermalt waren.

„Das Latex verschloss die Wand. Diese Gebäude allerdings wurden so gebaut, dass die Wände atmen können, was mit Latex unmöglich ist, so wie sie die Poren schließen. Damit nimmt natürlich sie Feuchtigkeit im Innenraum zu“, erklärt der Architekt Carlos Cataldi, Koordinator des Raustaurationsteams und Repräsentant der Architekturfakultät der Universität von Asunción (UNA).

„Mittels einer Thermokamera konnte erkannt werden, dass das Gebäude beschädigt war. Die Temperaturunterschiede waren enorm. Zerbröckelter Putz und Risse in den Mauern halfen der Nässe bei der Ausbreitung. Dank der Analyse werden betroffene Bereiche ausgebessert. Die Raustaurationsarbeiten werden aber frühestens in zwei Jahren abgeschlossen sein, samt neuer Beleuchtungsanlagen“, fügte er hinzu.

Weltweit angeraten ist ein Beleuchtungskonzept welches den Originalfarbton des Gebäudes unterstützt und hervorhebt, signalisiert Cataldi.

In der zweiten Phase, so erklärt der Experte, wird das Dachproblem gelöst werden. Derzeit besteht es aus Blech, original war es auch Tonziegeln. In seiner Blechform schützt es zwar vor Regen doch fehlt es ihm an Sicherheit.

„Eine weitere Arbeit ist der Austausch der Isolierungsmaterialien auf den Terrassen, die alle verrottet sind“, sagte er.

Ein bisschen Geschichte:

Francisco Solano López erhielt 1844 als Erbe von seinem Patenonkel Don Lázaro Rojas de Aranda diverse Grundstücke, unter ihnen dass worauf der López Palast heute steht. 1857 begann dessen Konstruktion. Während des Triple Allianz Krieges (1865 – 70) kam der Bau nicht zum Stillstand und war 1867 fast fertig. 1868 wurde der Palast von brasilianischen Schiffen, die sich in der Bucht von Asunción befanden bombardiert. Ab 1876 als die Alliierten das Gebäude, genutzt als Kaserne, verließen, stand es 14 Jahre leer. Am 25. November 1894 wurde es als Regierungspalast eingeweiht und war bis Mitte des letzten Jahrhunderts auch als Präsidentenresidenz genutzt.

(Wochenblatt / Última Hora)

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