Asunción: Der Paraguay Blockchain Summit 2026 brachte vor mehr als einer Woche mehr als 2.000 Unternehmer, Investoren, Entwickler, Regulierungsbehörden, Akademiker und Technologieunternehmen an der Universidad Autónoma de Asunción zusammen. Doch ein Fakt der Ministers der Steuerbehörde sorgte für viel Unzufriedenheit.
Die Veranstaltung knüpfte an ihre erste Ausgabe im Jahr 2025 an, die Blockchain-Spezialisten und Technologieführer in Asunción zusammengeführt hatte.
Bei der Ausgabe 2026 diskutierten internationale und regionale Experten in zwei Auditorien und einem Ausstellungsgang über Blockchain, digitale Vermögenswerte, finanzielle Innovationen und Regulierung. Gemeinsam boten diese Bereiche ein umfassendes Programm, das sich auf die Zukunft der digitalen Wirtschaft in Lateinamerika konzentrierte.
Ein Treffpunkt für die Blockchain-Branchen
Bereits am frühen Morgen bewegten sich die Teilnehmer auf dem Paraguay Blockchain Summit 2026 zwischen Keynote-Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Messeständen. Der Veranstaltungsort blieb den ganzen Tag über lebendig, während Fachleute Ideen austauschten, Projekte vorstellten und potenzielle Geschäftsmöglichkeiten erkundeten. Unterdessen präsentierten Unternehmen im Ausstellungsgang Blockchain-Dienste und Lösungen für digitale Finanzen, wodurch Raum für Gespräche abseits der festen Programmpunkte entstand.
Das Hauptauditorium wurde mit institutionellen Grußworten eröffnet, gefolgt von einer Reihe von Vorträgen, die die Blockchain-Technologie und ihre wachsenden Anwendungsbereiche beleuchteten. Redner aus Regierungsinstitutionen, internationalen Unternehmen und Finanzorganisationen diskutierten über digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr, Investitionen, Regulierung und Finanzdienstleistungen. Gleichzeitig boten Workshops im zweiten Auditorium den Teilnehmern die Möglichkeit, sich eingehender mit spezialisierten Themen zu befassen.
Paraguay: Ein Star bei der Verarbeitung digitaler Vermögenswerte
Paraguay belegt weltweit den vierten Platz bei der Verarbeitung digitaler Vermögenswerte und etabliert sich damit als einer der führenden Akteure in der globalen digitalen Wirtschaft, wie Joaquín Morínigo, Gründer von CriptoPy und Mitbegründer des Paraguay Blockchain Summit, in einem früheren Gespräch mit den staatlichen Medien hervorhob.
Morínigo wies darauf hin, dass Paraguay bei der Verarbeitung digitaler Vermögenswerte nur von Russland, den Vereinigten Staaten und den Vereinigten Arabischen Emiraten übertroffen wird – eine Leistung, die Paraguays Potenzial unterstreicht, Investitionen anzuziehen und eine auf technologischer Innovation basierende Industrie zu entwickeln.
In diesem Zusammenhang betonte er, dass Paraguay im Laufe des Jahres 2025 mehr als 250 Millionen US-Dollar durch Kryptowährungs-Mining generiert hat, was das anhaltende Wachstum des Sektors und die Chancen verdeutlicht, die das Land dank seiner Energieinfrastruktur und Stabilität bietet.
Regionale Experten teilen verschiedene Ansichten
Auf dem Paraguay Blockchain Summit 2026 traten Redner großer Unternehmen, Finanzinstitute, Regulierungsbehörden und Blockchain-Organisationen aus der gesamten Region auf. Darunter befanden sich Juan Carlos Reyes von der Nationalen Kommission für digitale Vermögenswerte von El Salvador und Carolina Pancotto Bohrer von der Zentralbank Brasiliens. Weitere Redner kamen von Unternehmen wie Chainalysis, HIVE Digital und Bitfinex.
Unterdessen vertrat Óscar Orué die Nationale Direktion für Steuereinnahmen von Paraguay (DNIT) und erklärte auf eine Frage aus dem Publikum, wie viel Steuern auf Bitcoin Verkäufe anfallen, dass es 10% auf den Gewinn zwischen Kauf und Verkauf sind, was in der Diskussion nichts Neues war. Als jedoch ein weiterer Teilnehmer ihn fragte, was passieren würde, wenn er seine Bitcoins nicht verkaufe, antwortete Orue, dass er zum Jahresende der Wert der in Besitz befindlichen Bitcoins auswertet wird und auf die Differenz eine Steuer erhoben werde. Mit anderen Worten, werden Steuern erhoben auf Krypto-Währungen nur weil deren Kurs zum Jahresende hoher ist als zum Zeitpunkt des Kaufes. Dieser Fakt macht den Willen zunichte den Besitz von Krypto-Währungen zu deklarieren bzw. offiziell in das Geschäft einzusteigen, denn wer Gold besitzt, zahlt auf keine jährlichen Steuern, nur weil der Kurs des Edelmetalls kletterte. Das Publikum geriet sichtlich in Aufruhr und es fehlte nur wenig, dass man Minister Orue nicht einlud umgehend das Auditorium umgehend zu verlassen.
Wochenblatt / TikTok / The Asunción Times














