Der Rückgang des Konsums führt zum Einbruch bei den Steuereinnahmen

Asunción: Mit einem Wachstum von über 7% beim Konsum der Verbraucher zwischen Januar und Juli waren die Finanzexperten noch euphorisch in Bezug auf die Einnahmen bei der Mehrwertsteuer. Im letzten Quartal kam es zu einer starken Abschwächung.

Der Oktober hatte es im Bereich der Mehrwertsteuer nur zu einen Anstieg von 2,2% im Vergleich zu 2017 geführt.

Mit der aktuellen schwierigen Situation in der Region, die auf lokaler Ebene vor allem vom Konsum geprägt ist, wirkt sich das Phänomen auf eine Steuererhebung am meisten aus, nämlich der Mehrwertsteuer.

Laut dem Bericht des Unterstaatssekretärs für Steuern (SET) erreichten die bis Ende Oktober registrierten Einnahmen 1.934 Millionen USD. Dies zeigt trotz eines Wachstums von 3,5% im Vergleich zu 2017, dass man noch weit von dem zu Jahresbeginn gesetzten Ziel mit 7% entfernt ist.

Fabián Domínguez, Leiter vom SET betonte, dass der Aufwärtstrend im Vergleich zu Ende September zwar allgemein zugenommen habe, er jedoch die Rezession bedauere, unter der der Konsum in dem Land leide, was offensichtlich die Mehrwertsteuer stark beeinflusse.

Die Statistiken der Institution sind schlüssig. 644 Milliarden Guaranies monatlich im Durchschnitt, zwischen Januar und Juli, nahm das SET im Rahmen der Mehrwehrtsteuer ein, das einem Wachstum von 7,6% entspricht. Im letzten Quartal kam es zu einem Einbruch, sodass das SET im Oktober 537,740 Milliarden Gs., mit einem Anstieg von nur 2,2% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2017, registrieren konnte.

In der derzeitigen Steuerregelung macht diese Steuer rund 53% der gesamten Steuereinnahmen aus.

„Die Situation ist nicht einfach, der Konsum ist niedrig und das wirkt sich sehr stark auf die Mehrwertsteuer aus. Die Erklärung dafür ist einfach: Aufgrund der regionalen Krise kommen nicht wie bisher die Argentinier und Brasilianer in das Land. Auf der anderen Seite ist heute alles billiger und wir werden von Schmuggelware überschwemmt“, sagte Dominguez.

Der stellvertretende Minister für Steuern bestätigte jedoch, dass die im Staatshaushalt festgelegten Verpflichtungen nicht in Gefahr seien. Er erinnerte daran, dass die Nationale Zolldirektion über historische Einnahmen verfüge, als Produkt der gemeinsamen Arbeit mit dem SET, wodurch das fiskalische Gleichgewicht in gewisser Weise ausgeglichen werde, um den Haushaltsplan einzuhalten.

Über die Möglichkeit, das von der Steuerverwaltung zu Beginn des Jahres festgelegte Ziel von 7% zu erreichen, sagte Dominguez, dass dies ziemlich schwierig sei. „Ich denke, es wird sehr schwierig. Hoffentlich können wir uns erholen, aber unter Berücksichtigung der aktuellen Situation, obwohl das Einkommen höher sein wird als im Vorjahr, glaube ich nicht, dass wir dorthin gelangen werden“, sagte er.

Im Mai verlangsamte sich die Konjunktur im Allgemeinen und der Effekt trat mit verzögerter Wirkung ein. „Durch die Abwertung der argentinischen und brasilianischen Währungen brach der Grenzhandel zusammen. Wir sind in ein langsameres Wachstum eingetreten“, erklärte Alberto Acosta von der Organisation für demokratische Entwicklung (Dende). Er sagte weiter, dass nicht nur in den Grenzregionen von Paraguay, sondern auch in Asunción selbst weniger Touristenverkehr herrsche und die Einkäufe zurückgegangen seien.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Der Rückgang des Konsums führt zum Einbruch bei den Steuereinnahmen

  1. Der Konsumrückgang war doch zu erwarten! Schon allein deshalb, weil sich die Menschen hier mehrheitlich bereits bis zur Halskrause verschuldet haben. Mehr geht einfach nicht mehr. Und im übrigen gilt – je höher die Verschuldungen der Bürger, desto höher steigt die Kriminalität. Eine direkte Folge der permanenten, aufdringlichen und verantwortungslosen Kreditwerbung durch Banken und Verkäufer. Doch logisches Denken ist Fehlanzeige.

  2. klar ist das schon lange. In einem Land wo es wenig Arbeit gibt wo Grundnahrungsmittel teurer sind als in Nachbarländer die eine Industrie haben wo Senatoren sich Gedanken über Steuern machen um sich selber die Taschen zu füllen kann die Armut nur voran Schreiten und die Kriminalität .Mindestlohn und so ein Unsinn ohne sich zu fragen gibt der Markt das her. In einigen Zweigen schon aber was ist mit den Tausenden Frauen die ein Zubrot als Haushälterin sich verdienen. Viele sind entlassen weil de Rechte auf Entschädigung,Mindestlohn ,sich in Erpresserischer Weise offenbaren. Nein Steuern ,Korruption ,Vetternwirtschaft sind Schuld. In einem 3 Welt Land soll man auch so die Menschen besteuern wie die Wirtschaft es ermöglicht. Wasserkraftwerke und deren Angestellte werden in Summen entlohnt die jeder Vernunft wieder sprechen . Das sind die Punkte!

    1. Lediglich Pauschalsteuern können die Armut erhöhen. Abhilfe schafft ein progressives Steuersystem auf Einkommen.
      Nur wird ein solches System Wunschtraum bleiben, da die Gesetzgeber, deren Amigos und Großkapitalisten darunter selbst am meisten leiden würden.
      Für revolutionäre Gedanken ist dieses Volk zu träge. Um eine alternative Parteienlandschaft aufzubauen zu dumm und zu arm.

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