Die brutale Ironie des Gesundheitsministers

Asunción: Dr. Julio Borba, der den Posten nach Dr. Julio Mazzoleni übernommen hat ist sich der riesigen Aufgabe bewusst und schafft es dennoch mit einem gewissen Witz die Sache zu betrachten.

Die Verschlechterung der COVID-19-Pandemie in Paraguay hat das Gesundheitssystem in Schach gehalten, was Gesundheitsminister Julio Borba kürzlich in einem Interview mit brutaler Ironie illustrierte.

„Ein Zombie-Angriff ist das Einzige, was uns noch fehlt“, scherzte Borba bei einem Interview mit Radio Monumental, als man ihn fragte, welches Problem sich aus dem Mangel an Medikamenten, dem Sauerstoff und der langsamen Ankunft von Impfstoffen ergeben würde. Und dann vervollständigte er seine Antwort: „Schau, wir arbeiten daran, alle Probleme zu lösen, die auftauchen. Wir prüfen, wie das Impfstoffproblem gelöst werden kann. Wir beschäftigen uns mit dem Thema Sauerstoff. Wir arbeiten Tag für Tag. Es sind tägliche Feuer, die wir löschen müssen, mit all den Problemen, die wir im Gesundheitsministerium haben. Es ist schwer. Es ist sehr schwierig“.

Die Prognosen des paraguayischen Gesundheitsministeriums deuten darauf hin, dass die Todesfälle durch Covid-19 in der dritten Woche dieses Monats 5.485 erreichen würden, was einem erwarteten Durchschnitt von 7,22 täglichen Todesfällen pro Million Einwohner entspricht.

Außerdem berichtete das Ministerium am letzten Donnerstag auf seiner Webseite, dass es für diesen Zeitraum 271.500 Infektionen erreichen könnte, Prognosen, die laut Angaben des Unternehmens der „kritischen Situation im Land“ entsprechen. In diesem Sinne erkennt man, dass der Tagesdurchschnitt der Neuinfizierten 1.825 beträgt, während die Zahl der Krankenhausaufenthalte, die „seit Anfang Februar eine Erholung verzeichnen“, nachhaltig zunimmt.

In Paraguay mit sieben Millionen Einwohnern gibt es nach den 54 am Freitagabend gemeldeten Todesfällen bis heute 4.698 Todesfälle und insgesamt 232.142 Infektionen, seit der erste Fall vor einem Jahr entdeckt wurde. Das gleiche Gleichgewicht ergab 2.547 positive Ergebnisse an einem Tag sowie insgesamt 2.964 Krankenhausaufenthalte, 438 auf Intensivstationen.

Da eine Webseite zur Einschreibung von älteren Menschen noch nicht fertiggestellt wurde, beginnt man heute in Altenheimen, wie dem Santo Domingo, mit dem Impfungen.

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Die brutale Ironie des Gesundheitsministers

  1. Ist doch ehrlich der Mann: Sieben Millionen Müllabfackelfeuerchen sind etwas schwierig zu bekämpfen, sie probieren es aber wenigstens, arbeiten Tag für Tag ihre hierzulande üblich 3 Stunden Arbeitszeit wegen dem mucho Calor und dass hierzulande mit täglich 7 bis 11 Uhr Schul abgeschlossen es schwer sei Probleme zu lösen. Sehr schwer sogar. Ist doch nur ehrlich der Mann!

    1. Ja. Guter Artikel im Link. Wobei darin beschrieben wird, die Costaricanesen seinen gesund. Was mir hier im Paragau gar nicht auffällt, bei den Mental Sanos (geistig Gesunden), wie sie von sich überzeugt sind, so als loco Europäo. Naja, haben auch keinen Vergleich hier zu geistig loco Europäos. Die kennen nur das hier. Von kleinauf.

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