Die Geschichte der 70-jährigen Milchproduktion durch die Mennoniten

Loma Plata: Die Milchproduktion im Chaco in den Händen der Mennoniten entstand als Alternative zur Landwirtschaft und in diesem Sinne begann die Kooperative Chortitzer den Sektor zu fördern.

Dadurch sollte das sozioökonomische Niveau der Leute verbessert werden. Die Produktion begann 1948 mit der handwerklichen Herstellung von Butter, die in Asunción auf den Markt kam.

Die Kommerzialisierung wurde zu dieser Zeit wegen des Mangels an Straßen mit vielen Opfern durchgeführt, was es sehr schwierig machte, die Butter regelmäßig auf die Asuncióner-Märkte zu bringen.

Im Jahre 1954 wurde in Loma Plata, Boquerón, das erste Gebäude für eine Molkerei durch die Genossenschaft gebaut, wo Käse und Butter hergestellt wurden, die in ihren Anfängen als “Mennonitischer Käse“ bekannt war und später den Markennamen “Trebol“ erhielt.

Die Milchproduktion im Chaco erreichte 1980 etwa 10 Millionen Liter. Dieser Anstieg zwang die Kooperative Chortizer zu einer stärkeren Diversifizierung der angebotenen Produkte. Die erste Milchverarbeitungsmaschine mit einer Kapazität von 20.000 Litern pro Tag wurde 1982 installiert.

Angesichts dieses stetigen Wachstums begann die Kooperative ihren Partnern Ratschläge und Kredite zu geben, um die Genetik und die Melkanlagen sowie die Industrie entsprechend den Daten zu verbessern und zu erweitern.

Dies ermöglichte es 1984, flüssige Milch in Tetra Pak-Kartons einzuführen. Gegenwärtig werden 100% der produzierten Milch gekühlt abgefüllz und sofort verpackt, was eine optimale Qualität garantiert.

Heute produziert die Genossenschaft 500.000 Liter Milch pro Tag und hat einen Anteil von 35% am Markt.

Die Milchpulverfabrik ist bereits voll in Betrieb. Sie verfügt über modernste Ausrüstung mit einer Kapazität von bis zu 250.000 Litern Milch pro Tag, was 30.000 Kilo Premium-Milchpulver entspricht. Die Investition für den Bau der Anlage betrug 16,5 Millionen US-Dollar.

Die Produkte werden in 400 und 800 g-Packungen sowie in 25 kg-Säcken verkauft. Die Genossenschaft kündigte an, dass die nächste Herausforderung die Herstellung von Magermilchpulver sein werde.

Die Produktion von Milchpulver wird auch dazu dienen, die Spitzen der Milchproduktion in bestimmten Jahreszeiten zu absorbieren und das Wachstum des produktiven Sektors in der Region zu fördern.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Die Geschichte der 70-jährigen Milchproduktion durch die Mennoniten

  1. Genau so ist es auch. Wenn man berücksicht, daß 1914, also noch lange vor der Ankunft der Mennoniten, eine Expedition aus Frankreich sich zum Ziel setzte, den Chaco zu durchqueren, dann wird einem erst klar, daß es nur extreme Abenteurer sein konnten, die sich in den Chaco wagte, denn der Chaco hatte damals noch den Ruf, wer dort hingeht, der kommt nicht mehr zurück. Und tatsächlich kam von dieser französischen Gruppe nicht einmal einer zurück. Was da wohl der Hintergedanke gewesen sein könnte, als die ersten Mennoniten bei der Regierung in Asuncion vorsprachen, und um Land baten, um sich dort niederlassen zu können? Nun, nach meinen Informationen sollen diese ersten Mennoniten nicht über den Weg, der heute über Ptde Hayes usw. in den Chaco führt (Ruta Trans Chaco), sondern über den Rio Paraguay und Concepcion, und von dort nach Westen, wo die heutigen Mennoniten-Kolonien sind. Es sollen aber auch in den ersten sehr harten Jahren nicht wenige dieser Neusiedler umgekommen sein, aber die überlebenden haben dann langsam und in harter Arbeit begonnen, das aufzubauen, was heute ein nicht mehr von Paraguay wegzudenkender wirtschaftlicher Faktor ist. Wirklilch alle Achtung, was diese Leute da geschaffen haben!!!!!

  2. kleine Korrektur zuMartin-nicht über Concepcion sondern Puerto Casado-dann mit einer Schmalspurbahn nach Westen bis Km.145 welche der Carlos gehörte(Tanninproduktion)danach noch eine Wochenreise mit Ochsenkarren,das war der Anfang.

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