Die Hinterlassenschaft von Maria Eugenia Bajac

Asunción: Während ihres Wirkens von August 2018 bis April 2020 vertrat sie keine sonderlich extremen Ansichten, sorgte jedoch vor ihrer Abwahl für ausreichend Gesprächsstoff in Bezug auf Covid-19, Reisen, Religion und Vetternwirtschaft.

Maria Eugenia Bajac, die sich mittlerweile aus den sozialen Medien verabschiedet hat, steckte zwei Personen mit Covid-19 an, einer war ein Angestellter im Kongress und ein anderer der Polizist, der ihr als Bodyguard zur Seite gestellt wurde.

Obwohl sie selbst nicht aus dem Kongress gewählt werden wollte, hatte sie kurz nach ihrer Eidabnahme schon ihren Schwiegersohn in Stellung gebracht. Adolfo Agüero Rodríguez, Ehemann von Rebecca Penner, war zu Beginn Bajac’s Büroleiter und wurde später Koordinator der PLRA (Llano) Fraktion im Kongress. Die Leiterin der Personalstelle des Kongresses, Norma Cardozo, wußte auch auf Nachfrage nicht welchen Verwandtschaftsgrad die Ex Senatorin zu Adolfo Agüero hatte. Hinzu kommt, dass Agüero vom Erfassungssystem des Erscheinens freigestellt worden ist. Es spielt also keine Rolle ob oder wann er auf Arbeit geht oder nicht.

Abgesehen davon, dass es hier keine echten Aufgaben zu erledigen gibt, und schon gar nicht zu Zeiten des Covid-19, erhält dieser einen Grundgehalt von 11 Millionen Guaranies. Dazu kommen 2 Millionen Guaranies für die Verantwortung auf dem Posten und andere 1,1 Millionen Guaranies für noch mehr Verantwortung. Für Reisekosten und Spesen wurden ihm im März 632.550 Guaranies erstattet, was zusammen ganze 14.732.550 Guaranies summiert. Da der Schwiegersohn nur als Empfohlener in den Senat kam, sollte er, aber das ist nur eine Empfehlung, auch mit seiner Schwiegermutter den Arbeitsort verlassen.

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Die Hinterlassenschaft von Maria Eugenia Bajac

  1. Ja klar, der nächste Urlaub der Familie muss gesichert werden. Es wiederholt sich immer und immer wieder…

  2. Das ist ja wohl selbstverstaendlich, dass der Schwiegersohn in die Arbeitslosigkeit entsorgt werden muss..

  3. Ohne Arbeit war er vorher schon. Weg mit diesen Parasiten. Das Gehalt entspricht sieben Mindestlöhnen, die bedürftigen Familien helfen könnten

  4. Die meisten hierzulande kommen im Korruptions- und Politikfilz auf *Empfehlungen* hin zu ihrem Jöbchen. So bekommen Paragauys nur ein Jöbchen bei der Wahlbehörde mit monatlichem Zahltag auf *Empfehlungen* hin, für einen Job, für den sie alle vier Jahre für ein Jahr lang etwas tun sollten. Na? Sind ja nur alle fünf Jahre Wahlen.
    Also aufgrund 7 bis 11 Uhr hiesig Pflichtgrundschule vielleicht abgeschlossen kann es wohl nicht sein. Naja, vielleicht täusche ich mich.