Die neue Regelung bei den Hausangestellten dürfte zu massiven Problemen führen

Asunción: Laut Ansicht von Ökonomen verstößt das neue Projekt für Änderungen bei den Hausangestellten gegen Regeln des internationalen Arbeitsrechts. Aber es tauchen noch andere Probleme auf.

Das Projekt, das das Gesetz der Hausangestellten zu ändern sucht, hat aufgrund seiner schwierigen Anwendung in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu Diskrepanzen geführt.

Pedro Halley, zuständig für den Bereich Verwaltung von der Sozialversicherungsanstalt IPS, sagte zu dem Entwurf eines Mindestlohngesetzes, es sei „ein rückständiges Gesetz“ ist, weil es die informelle Arbeit erhöhen würde, zusätzlich zu den komplexen Regelungen.

Halley fügte an, dass das IPS mit der Mitgliederzahl, die es derzeit habe, überfordert sei, weil sie in diesem Jahr deutlich gestiegen sei aber die Infrastruktur nicht vorhanden sein werde.

Des Weiteren betonte er, dass das neue Gesetz im Sektor der Hausangestellten zu mehr Informalität führe, weil Personen, die in der Branche arbeiten, aus dem IPS austreten werden und dann Schwarz beschäftigt seien oder in die Selbstständigkeit abwandern.

„Mit 60% des Mindestlohns hatten wir 17.000 gemeldete Hausangestellte, jedoch waren es 27.000, als der Wert bei 40% lag. Wenn wir zu 100% gehen, denke ich, dass die Zahl der Mitglieder in der Branche nur noch 5.000 beträgt. Das widerspricht dem Geist der Regel, der besagt, dass die Sozialversicherung expansive Zahlen aufweist“, erklärte Halley.

Er bekräftigte auch, dass das zwar noch nicht in Kraft getretene Gesetz und dabei den Mindestlohn auf 100% erhöhe, ein Vorhaben sei, das zu großen Problemen und sozialen Spannungen führen werde.

„Zu diesem Zeitpunkt kann ein Hausangestellter in der Behörde IPS monatlich aufgeführt werden, wenn er 1.160.000 Guaranies verdient. Falls er diesen Betrag nicht erreicht, führt ihn das Institut als Tagelöhner. Das hat erhebliche Auswirkungen, wie bei der späteren Rentenleistung“, betonte Halley.

Auf der anderen Seite sagte die Ökonomin Verónica Serafini, Paraguay “verstößt gegen internationale arbeitsrechtliche Standards“, weil es kein Gesetz gibt, das Hausarbeit mit dem gesetzlichen Mindestlohn gleichsetzt. Sie fügte hinzu, dass Familien, die solche Angestellten beschäftigen, eine Zahlung pro Stunde vornehmen sollten und nicht mehr monatlich.

„Sobald das Gesetz erlassen ist, muss das Arbeitsministerium diese Regelung ermöglichen“, betonte sie.

Durchschnittlich verdienen Hausangestellte 1.300.000 Guaranies. Männer deutlich mehr, 1.600.000 Gs. und Frauen 1.200.000 Gs. Die neue gesetzliche Regelung zur Anpassung des Mindestlohns auf 100% in dem Sektor wurde vom Senat genehmigt und in das Abgeordnetenhaus geschickt. Hier steht die Entscheidung noch aus.

Wochenblatt / 5 Dias

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5 Kommentare zu “Die neue Regelung bei den Hausangestellten dürfte zu massiven Problemen führen

  1. Ist doch nichts anderes als fair den Mindestlohn für Hausangestellte nicht zu gewähren: Die reichen fressen beste Ware, können sich Früchte und Gemüse leisten und Ärzte aufsuchen, die halbwegs was taugen (Clinica Privada zB. Bautista) und das arme Pack darf nicht krank werden, trotz der Hantierund mit täglich eingeatmetem, selbst zusammengebrauten Chemiecocktails.
    Für die Findung einer Lösung dieses Problems halte ich weder mich noch hiesige Experten und Politiker für fähig, wobei es auch nicht mein Job ist eine Lösung zu finden, denn ich habe den Kindergarten erfolgreich abgeschlossen, hingegen der Experten und Politiker schon. Aber die haben den Kindergarten ja auch noch nicht abgeschlossen, um sich Ökonom, Experte und Minister nennen zu dürfen, Amigos zu haben hat dafür auch schon gereicht.

    1. Für dieses Problem gibt es kein Lösung. Es können nicht alle reich sein und alles muss bezahlt werden. Man kann lediglich verbessern wie man in 1. Welt Staaten sieht. Das ist aber absolut das Maximum und auch dort wird bereits daran gedreht und in 3. Welt Staaten ist dieses aufgrund der Mentalität der Menschen nicht möglich. Auch wenn das noch so negiert wird, weil es ja angeblich völkisch oder Vorurteil wäre. Aber jetzt ehrlich: Welche Erklärung gibt es denn sonst noch?
      Von dem betrachtet wird sehr viel um den heißen Brei getanzt. Auch in Europa funktioniert es immer noch gut, dass Etablierte Politiker vorgeben ein Lösung zu haben wofür es keine gibt oder nur eine brutale jetzt noch per Verfassung und Menschenrechte verbotene, und dafür noch gewählt zu werden. Es dreht sich leider doch nur alles im Kreis.

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