Die Polizei ist nicht die Einzige die fehlt

Ein Richter darf keine fragwürdige Entscheidungen fällen, wie beispielsweise die Entlassung des 16-jährigen Mörders von María Belén Fariña auf Bewährung.

Anscheinend ist nur den einfachen Bürgern etwas an ihrem Wohlergehen und Sicherheit gelegen weswegen die Richter fast ausnahmslos Entscheidungen treffen, die weder nach dem Strafgesetzbuch noch dem Menschenverstand nachvollziehbar sind. Weswegen sind die Zeitungen jeden Tag aufs Neue voll mit solchen haarsträubenden Geschichten?

Selbst wenn die Anzahl der Polizisten auf den Straßen zunimmt nützt das nur begrenzt was, wenn die Gefängnisse überfüllt sind. Überfüllt weil keiner in Bildung investiert, überfüllt weil keiner der Insassen (oder zumindest der Großteil) eine reale Chance hatte auf saubere Art und Weise Geld zu verdienen, weil ihnen das Wissen wie verwehrt bliebt und weil man tagtäglich sieht wie einfach man davon kommt in Paraguay.

Abgesehen davon das María Belén Fariña meine direkte Nachbarin war und ich sie gut kannte ist keinem von uns nachvollziehbar wie solch ein „selbstbewusster“ Täter, der vor den Kameras gesteht, mit maximal 8 Jahren Haft davon kommt. Der Arme ist minderjährig, ja aber auch alt genug zu morden. Seine Anklage beläuft sich auf Raub mit Todesfolge, was durch die angekündigte Drogeneinnahme von de J.Villar, dem Neffen des berüchtigten „Coco“ Villar, sich bestimmt strafmildernd auswirken wird.

Zweimal war dieser hinter schwedischen Gardinen, zweimal wurde er auf Bewährung entlassen und zweimal wurde er rückfällig, leider im beim zweiten Mal nicht mit schwerem Raub sondern mit Raubmord.

Das Gute im Menschen zu sehen ist schön und gut aber den 80% der Jugendlichen in Asunción, täglich auch Crack unterwegs ein Wort zu glauben, ist eventuell Aufgabe eines Pfarrers, sie anzuzweifeln ganz sicher die der Staatsanwälte.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Die Polizei ist nicht die Einzige die fehlt

  1. Es ist doch immer die gleiche Tour. Ob hier oder in DE. Wenn die Verbrecher noch unter das Jugendrecht fallen, dann hebt der Richter den Finger: Du, das machst Du aber nicht mehr!. Dann lässt er ihn erst einmal laufen, bis der Prozess beginnt. Und das kann hier in Py ewig dauern. Und das ist auch mit ein Grund, d.h die Rechtsunsicherheit, dass hier kein vernünftig denkender Investor Geld in dieses Land pumpt. Ich denke, die Staatsanwälte und Richter in Py sind nur durch Korruption in ihre Positionen gekommen, nicht durch Wissen!

  2. Für einen gut funktionierenden Staat ist die Rechtssicherheit das Ein und Alles.
    Eine ehrliche Justiz hat dafür zu sorgen.
    Wenn man Morde oder Straftaten mit Geld aus der Welt schaffen kann ist da was sehr faul!

    Paraguay kann sehr schön sein aber ohne die Mühlsteine
    des permanenten Rechtsbruch um den Hals.

  3. Mörder sollten generell mit dem Tode bestraft werden. Mord ist das schlimmste Verbrechen. Offensichtlich werden jugendliche Mörder in PY sogar auf freien Fuss gesetzt. Dies ist für mich als ehemaligen Laienrichter völlig unverständlich. Sind die Oppositionsparteien unfähig diese Ungerechtigkeit anzuprangern? Wo ist die demokratische Kontrolle? Ich denke, dass viele Politiker mit dem Terminus Demokratie nicht zurechtkommen und dann die Gerechtigkeit, darunter leidet.
    Wehe jedoch wenn einem Spitzenpolitiker sein Kind ermordet wird, dann gibt es wie aus dem Hut gezaubert, schärfere Gesetze. Da sollte es doch keine Unterschiede bei Justizia geben. Bedenket ihr Politiker, dem Volk dieses Landes durch Eid verpflichtet,
    dass ihr eine gerechte Gerichtsbarkeit einführt keinen verschonend. Das ist der 1. wichtige Schritt in die Zukunft, ansonsten ich um euer Leben fürchte.