Die schlauen Räuber

Lambaré: Dem interessierten Beobachter ist es sicherlich schon aufgefallen, dass so gut wie alle Biggie-Kleinmärkte Polizeischutz genießen, d.h. das echte Polizisten ihren Dienst meist nachts aber auch tagsüber zielgerichtet verrichten, anstatt für den Rest der Bevölkerung.

Obwohl offiziell die Cartes-Gruppe nicht als Eigentümer der Supermarktkette geführt wird, weiß wirklich jeder im Land warum besonders Cartes Artikel die besten Plätze in den Geschäften haben. Spätestens, wenn der eigene Schlachthof funktioniert, werden einige andere Marken aus den Regalen verbannt.

Letzte Nacht wurde in einem der 12 Biggie-Märkte in Lambare überfallen, wohlwissend, dass da kein polizeilicher Wachschutz vorhanden ist. Die bewaffnete Täter näherten sich mit Motorrädern, schossen wild um sich rum und sammelten das Geld in Windeseile ein. Was die Kameras dank Sturmmasken zum Auswerten übrig lassen wird sich zeigen. Ein 24 Stunden Markt ist verlockend für Räuber und billig für die Besitzer, wenn sie mit der Nationalpolizei einen Deal abschließen, der nicht nur den Kommandant, sondern auch das Unternehmen glücklich macht.

Vor dem Biggie nahe dem Libertad Stadion, an der Avenida Gral. Santos, stehen selbst früh um 07:30 Uhr noch zwei Polizisten und bewachen das Lokal. Wie man erkennen kann, frühstücken sie Trinkjoghurt und Kekse.

Wochenblatt / Última Hora / Beitragsbild: Wochenblatt

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3 Kommentare zu “Die schlauen Räuber

  1. Private Wachleute kosten auch Plata. Viel Plata. Das will sich Ex-Tacumbú-Knacki und Expräsident des Landes trotz seines Vermögens in Milliarden USD-Höhe nicht leisten. Bei einer korrupten Vollprofi-Prästeinzeitpolizei würde ich das auch so machen.

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    1. Irgendwo muessen sich die Polizisten aufhalten. Auf der Wache zu sitzen ist dabei der schlechteste Ort. An den Orten zu stehen, wo Kriminalität zu erwarten ist, es sauber und gut beleuchtet ist und vielleicht auch ein WC steht ist ein guter Platz, um sich bereit zu halten.

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      1. Ein guter Ort wäre es gar keinen festen Standplatz zu haben, also auf Streife zu sein, sodass man nicht weiß, wo sie sind und überall auftauchen können.

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