Asunción: Um die Wogen zu glätten und den besorgten Sparern wie auch den Rentnern des IPS ein Beruhigungsmittel zu verabreichen, bestätigte die Regierung umgehend die Existenz von Verhandlungen. Präsident Santiago Peña habe Alliana eingeweiht: Eine andere Bank stehe in den Startlöchern, um die Ueno Bank im Wege einer Übernahme zu schlucken.
Doch wie das bei politischen Nebelkerzen so ist, bleibt das Wichtigste im Dunkeln. Eine entscheidende Frage schwebt wie ein Damoklesschwert über Asunción und lässt Finanzanalysten wie Bürger gleichermaßen stirnrunzelnd zurück:
Welche Bank erklärt sich tatsächlich bereit, das schwer wiegende Erbe der Ueno Bank zu übernehmen?
Ist es ein etablierter lokaler Branchenriese, der den heimischen Finanzmarkt vor einem Beben bewahren will? Oder versucht man hinter den Kulissen, einen internationalen Investor anzuwerben, der die nötige Kapitalspritze mitbringt? Bis diese Antwort auf dem Tisch liegt, bleibt die angebliche Übernahme-Lösung vorerst ein Versprechen auf Papier.
Wochenblatt / Última Hora













