Diego Benítez wird per Haftbefehl gesucht und soll sich in Dubai aufhalten

Asunción: Gegen den ehemaligen Sportfunktionär Diego Benítez wurde Haftbefehl erlassen. Er soll in den Fall von 16 t Kokain verwickelt sein, die in Farbdosen aus Paraguay versteckt waren und letztes Jahr in Deutschland sichergestellt wurden.

Gegen den ehemaligen Sportdirektor des Club Olimpia, Diego Benítez, liegt nach Angaben des Anti-Drogensekretariats (Senad) seit dem 10. März ein Haftbefehl der Staatsanwältin Elva Cáceres vor. Gegen ihn wird im Zusammenhang mit der Beschlagnahmung von 16 t Kokain aus Paraguay ermittelt, die deutsche Behörden am 12. Februar 2021 in Hamburg gefunden haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verließ Diego Benítez am 8. März das Land und reiste nach Sao Paulo, Brasilien, mit dem Ziel Dubai. Warum man Benítez ausreisen ließ oder nicht wartete, bis dieser wieder paraguayischen Boden betritt, nachdem er mehr als ein Jahr unbescholten ohne Einschränkungen leben konnte ist rätselhaft.

Im März letzten Jahres stellte sich der Geschäftsmann bei der Staatsanwaltschaft vor, um seine Version der Beschlagnahmung der Drogen, die in Farbdosen des Unternehmens Tupá S.A., dessen Eigentümer er ist, versteckt waren, darzulegen. Er gab damals an, dass die Drogen wohl auf dem Transport nach Buenos Aires beigeladen wurden, was unmöglich schien und nach wie vor scheint, da die Drogen in den geschlossenen und gefüllten Dosen versteckt waren. Untersuchungshaft hätte schon vor einem Jahr angeordnet werden müssen.

Die deutsche Regierung berichtete im Februar 2021, dass die Beschlagnahme im Hamburger Hafen erfolgte, als fünf Container, die am 13. Januar dieses Jahres den Hafen von Villeta verließen, allerdings mit einem Zwischenstopp in Buenos Aires, Argentinien, geöffnet wurden. Die 13.824 Kokainballen wurden in 1.728 18-Liter-Acryllackdosen von Fox Colors entdeckt. Die Marke Fox gibt es zudem als solche nicht in Paraguay.

Insgesamt wurden 16.174 kg der Droge beschlagnahmt. Den Unterlagen zufolge ist Pinturas Tupá S.A. in Primero de Marzo casi Florida, in Limpio, tätig, am selben Standort wie das Unternehmen Envases Paraguayos SRL, das wiederum den Eltern von Diego Benítez gehört und wo eine der vier Razzien im Zusammenhang mit dem Fall durchgeführt wurde.

Wochenblatt / Abc Color

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