Dient Argentinien als Vorbild? Mindestlohn um 45 % erhöht

Asunción: Der Ruf nach einer Erhöhung des Mindestlohns in Paraguay wird immer lauter. Nun blicken die Befürworter, vor allem aus dem Sektor der Arbeitnehmervertreter, auf Argentinien und können ihre Argumente damit belegen, dass das Nachbarland das Grundgehalt der untersten Bevölkerungsschicht um 45 % erhöht hat.

Argentinien erhöhte den monatlichen Mindestlohn bis Ende des Jahres auf 47.850 Pesos (ca. 437 USD). Wenn man dies auf paraguayische Verhältnisse umrechnet sind dies rund 3.059.000 Guaranies. Dies dürfte sicherlich den Forderungen der verschiedenen Gewerkschaftsverbände im Lande entsprechen und sie zufriedenstellen, denn das wären fast 800.000 Guaranies mehr. Aktuell beträgt der Mindestlohn in Paraguay 2.273.974 Guaranies.

Das aus Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Behörden der argentinischen Regierung sowie der Provinzen bestehende Gremium für die Festlegung des Mindestlohns des Landes stimmte der Erhöhung mit 31 Stimmen zu. Es gab nur eine Enthaltung bei der Abstimmung.

„Die Parteien können ab August ein neues Treffen für ihre Überprüfung beantragen“, sagte das Arbeitsministerium in einer Erklärung.

Der Anstieg erfolgt inmitten einer starken Beschleunigung der Inflationsrate in der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

So stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar um 4,7 %, der höchste Wert seit März 2021. Die Inflationsrate ging in den letzten 12 Monaten um 52,3 % in die Höhe.

Die Anhebung des Mindestlohns erfolgt schrittweise mit einer Steigerung des Gehalts um 18 % im April, 10 % im Juni, 10 % im August und 7 % im Dezember.

Wochenblatt / Economia Virtual / Beitragsbild Archiv

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8 Kommentare zu “Dient Argentinien als Vorbild? Mindestlohn um 45 % erhöht

  1. Argentinien löst mit seiner unverantwortlichen Wirtschaftspolitik regelmäßig schwere Krisen in seinem Land aus. Dadurch werden die Menschen nicht reicher, sondern ärmer. Argentinien hat eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote wie Paraguay. Soll man sich also tatsächlich ausgerechnet die desaströse Wirtschaftspolitik das Versagerlandes Argentinien als Vorbild nehmen?
    Die Arbeitgeber sind von den Preiserhöhungen, vor allem auf dem Energiesektor, genauso hart betroffen wie die Verbraucher. Woher soll das Geld denn kommen? Werden die Arbeiter dann auch 45% mehr Leistung bringen?
    Nein, der Arbeitgeber wird ganz einfach die Preise für seine Produkte um diese 45% erhöhen müssen. Der Staat will auch was abhaben, und schlägt noch die Steuern oben drauf und ruck zuck ist der Verbraucher trotz Lohnerhöhung ärmer als zuvor, weil man die Inflationsspirale angekurbelt hat.
    Und die Arbeitgeber, die die Preise nicht erhöhen können, weil ihre Produkte auf dem internationalen Markt gehandelt werden und die Konkurrenz ist nocht so blöd unf erhöht die Löhne um 45%, die gehen ganz einfach pleite.Wenn die Produktionskosten durch die Lohnerhöhungen zu hoch werden, dann werden die Betriebe einfach dicht gemacht und die Leute auf die Straße gesetzt. Dann haben sie keine Lohnerhöhung aber dafür einen A*schtritt bekommen!
    Das darf der Arbeiter dann seiner Frau und seinen Kinder erklären, warum der böse böse Arbeitgeber ihn rausgeschmissen hat, so ganz ohne Grund und sie jetzt hungern müssen. Wenn für mich nichts mehr übrig bleibt, also lange bevor ich sogar drauf zahlen muss, mach ich den Laden einfach dicht und lasse die Flächen brach liegen.
    So einfach ist das und dann werden weniger Lebensmittel hergestellt. Das Bedeutet, die Preise der übrigen Lebensmittel steigen noch mehr, aber die kann sich der Arbeitslose mit seinen hungernden Kindern dann sowieso nicht mehr leisten.
    Muss man dann mit diesen hungernden Menschen Mitleid haben??????
    Neeeeeee!!!
    Gibt sowieso zu viel Menschen. Sollen sie doch aufgrund ihrer eigenen Dummheit verhungern und verdursten!
    Mir doch schei*egal!

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    1. Und wann hast du denn endlich soviel geld dass du deinen superladen endlich zumachst und in deiner villa lebst und nur noch chicas beglückst und daher keine zeit mehr hast für wirtschaftswissenschaftliche posts im wochenblatt?

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        1. Das vernünftige ewige wachstum und so. Genau. So wie du den preis erhöhst, wird dann auch der lohn erhöht. Auch wenn es nicht viel nutzt, gibt es eben keinen anderen weg bis zu krieg und währungsreform weil auch für dich als besten keiner gratis arbeitet oder für weniger als man zum leben braucht. Aber bei dir ist es möglich, dass du als präsident gratisarbeit in deinem betrieb als weltrettung im programm hast. Jedenfalls hast du selber keinen anderen realistischen vorschlag und daher verstehe ich nicht weshalb man sich jedes mal wieder beschwert.

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          1. Doch ich habe einen realistischen Vorschlag: aufhebung der Mindestlöhne. Soll der Markt den Preis für Arbeit doch selbst finden. Wenn ich angeblich zu wenig zahlen würde, würde ja niemand für mich arbeiten wollen. Ist doch einfach.
            Ich bin dafür, dass Löhne nicht vo, Staat vorgeschrieben werden, sondern sich an der Leistung anpassen. Wo es möglich ist, finde ich Akkordlöhne deutlich gerechter. Wer schnellere und/oder bessere Arbeit leisten wird auch entsprechend entlohnt. Wer faul und schluderig ist, bekommt halt weniger. Und wer meint er bekäme zu wenig, soll sich eine andere Arbeitsstele suchen, wo er glaubt fürs Faulenzen mehr zu bekommen.
            Und welcher Arbeitgeber keine oder keine vernünftigen Arbeiter hat, weil er zu niedrige Löhne zahlt, wird die Löhne entsprechend anpassen müssen.
            Jeder Mindestlohn ist nur eine staatlich verordnete Verzerrung des Wettbewerbs und hat negative Auswirkungen auf den Markt. Wenn man gezwungen wird faulen Menschen mehr zu bezahlen alssie verdienen, vielleicht sogar genauso viel zu bezahlen wie den Fleißigen, dann lohnt es sich auch für die Fleißigen nicht mehr fleißig zu sein.
            Das ist einer der Hauptgründe gewesen, woran der Kommunismus gescheitert ist, weil Fleiß sich nicht gelohnt hat.

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          2. Klar. Und wenn sich die rohstoffpreise verdoppeln, verdoppelt sich der preis aber der lohn bleibt gleich weil da hat nix mit nix zu tun. Und vor allem bleiben die preise oft trotz entspannung oben oder sinken nur wenig. Siehe erdölpreis: am teuersten war er irgendwann 2007 und seitdem geht es in zick zack runter. Ist auch bei anderen rohstoffen so. Der freie markt ist auch nur theorie.

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          3. Die Menschheit muss lernen, dass Rohstoffe endlich sind. Die Menscheit lebt über ihre Verhältnisse. Trotzdem werden immer mehr Menschen geboren, vor allem in armen Regionen.
            Wenn 2 Menschen einen Apfel wollen, aber nur einer existiert, wird sich der Preis des Apfels erhöhen, bis ihn sich nur noch einer leisten kann. Nun denkt der der kein Apfel bekam: oh ich brauche mehr Lohn, weil ich ja auch einen Apfel will. Also bekommt er eine Lohnerhöhung. Nun sind aber wieder 2 Leute, die einen Apfel wollen. Der Preis des Apfels wird sich wieder erhöhren, bis ihn sich nur noch einer leisten kann.
            Kurzum, es ist völliger Quatsch nach Lohnerhöhungen zu schreien, solange die Produktion nicht mehr hergibt, weil es eine endliche Ressource ist. Erst dann, wenn jeder einen Apfel herstellt, kann auch jeder einen Apfel bekommen.
            Also, Lohnerhöhungen, die nicht auf der Leistung beruhen, fachen nur die Inflation an, ändern aber rein gar nichts an der Armut. Erst dann, wenn die Leistung gesteigert wird, mehr Produkte geschaffen werden, kann auch jeder ewas davon abbekommen.
            Der Preis der Waren ist abhängig von Angebot und Nachfrage. Hast Du eine steigende Nachfrage, muss das Angebot erhöht werden, aber nicht die Löhne.
            Und wie gesagt, wir müssen lernen, dass viele Ressourcen endlich sind. Es geht einfach nicht, dass jeder Mensch ein Auto hat, das Energie verbraucht. Weil nicht genug Ressourcen und Energie da ist.
            Was gilt es also zu tun? Eine weltweite Ein-Kind-Politik, ganz besonders in armen Ländern. Ganz besonders bei den armen Menschen.Erst dann, wenn die Weltbevölkerung genug geschrumpft ist, dass von den endlichen Waren wieder genug für alle da ist und von den Leistungsabhängigen Waren das Leistungsniveau mit der Nachfrage in der Wage ist, kann es allen Menschen gut gehen.
            Aber bis dahin wird es immer arme Menschen geben und zwar zunehmend.
            Wer sich ein Kind nicht leisten kann, der darf keine Kinder zeugen dürfen. Es muss verboten werden Kinder in die Armut hinein zu gebären. Das ist unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber, aber vor allem den Kindern gegenüber, die die Leidtragenden der rammelnden aber armen Eltern sind.

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  2. Auch wenn man dem Eingeborenen Diplom-Mecanico-Maurer-Maler-Klempner-Elektriker-Hausfrau (alles in einer Person) 0,000001% mehr Kinderarbeitsgeld bezahlt: Kinderarbeit ist hierzulande verboten, wenn Kinder vor dem im Schatten Facebock-Profil updatenden Kindergartenpolizisten Lose verkauft oder Autoaufpasser spielen und eingangs erwähnter Diplom-Mecanico-Maurer-Maler-Klempner-Elektriker-Hausfrau (alles in einer Person) seine Arbeit den Wert von Kinderarbeit aufweist: Bei Bezahlung steht man stets mit einem Bein im Gefängnis.

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