Digital-Kluft erforscht: 93-Jährige feiert spektakulären Doktor-Titel

Asunción: Mit 93 Jahren erfüllte sich Lilia Piatti einen ihrer größten akademischen Träume: Sie verteidigte erfolgreich ihre Doktorarbeit und wurde zur neuen Doktorin der Erziehungswissenschaften.

Die Verteidigung fand im Mehrzwecksaal des Nationalen Instituts für Höhere Bildung “Dr. Raúl Peña“ (INAES) statt, wo sie ihre Forschungsarbeit mit dem Titel “Auswirkungen der digitalen Kluft auf das andragogische Lernen von erwachsenen Studierenden, die Videoplattformen als Bildungsinstrumente nutzen“ präsentierte.

Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten, mit denen erwachsene Universitätsstudierende konfrontiert sind, wenn sie digitale Werkzeuge als Teil ihres Lernprozesses nutzen. Die Wahl des Themas entstand aus ihrer eigenen Erfahrung während der Pandemie, als sie sich während ihres Masterstudiums mit den neuen Technologien vertraut machen musste.

Die Prüfungskommission, bestehend aus der Generaldirektorin Prof. Dr. Claudelina Marín sowie Dr. Derlis Martínez und Dr. Rubén Argüello, zeichnete ihre Forschungsarbeit mit der Höchstnote aus.

Nach Abschluss der Verteidigung feierte Piatti den Erfolg sichtlich gerührt und sprach einen Satz gelassen aus, der den Moment auf den Punkt bringt: „Ab jetzt können Sie mich Frau Doktor nennen.“

Mit ihren 93 Jahren hinterließ die neue Absolventin des Postgraduiertenprogramms des INAES eine eindringliche Botschaft: Es ist nie zu spät, einen akademischen Traum zu verfolgen.

Die Erfolgsgeschichte von Frau Dr.Piatti ist weit mehr als nur ein persönlicher Triumph. Sie ist ein kraftvoller Beweis dafür, dass Neugier, Geistesschärfe und der Wille zu lernen an kein Alter gebunden sind. Mit ihrer Leistung inspiriert die 93-jährige Wissenschaftlerin nicht nur ältere Menschen, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für lebenslanges Lernen in ganz Paraguay.

Wochenblatt / Itapúa Noticias

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