Villarrica: Der Rechtsanwalt José David Bogado erklärte gegenüber Radio Guairá AM, dass die Nutzer des Energieversorgers CLYFSA seit der Ansiedlung von Krypto-Mining-Farmen in der Hauptstadt von Guairá – neun davon wurden von der Stadtverwaltung genehmigt – unter massiven Versorgungsengpässen leiden. Ein Zustand, der zuvor undenkbar war.
Laut Bogado werden die aktuellen Ausfälle – allein drei am vergangenen Freitag – auf die “hohen Temperaturen“ geschoben. Doch angesichts des enormen Stromverbrauchs dieser Rechenzentren erscheint dies wie ein höchst fragwürdiger Zufall.
„Das Problem ist nicht nur die Unannehmlichkeit der Blackouts; es trifft Krankenhäuser und Bürger, die existenziell auf Strom angewiesen sind“, betonte er. Es sei unverständlich, warum die Stadtverwaltung nicht zugunsten der Bürger interveniert. Es sei auch widersprüchlich, einerseits Verträge mit dem Versorger zu verlängern, die die Bürger zur Abnahme zwingen, und andererseits Farmen zu erlauben, die riesige Mengen Strom verschlingen.
Bogado kritisierte zudem die Haltung der Verantwortlichen des Versorgers CLYFSA. Diese würden die Schuld auf externe Faktoren wie das Wetter schieben, ohne konkrete Lösungen anzubieten. „Arbeiten Sie an der Lösung des Problems, bauen Sie die Kapazitäten aus, sagen Sie die Wahrheit und unterschätzen Sie die Gemeinschaft nicht. Der zahlende Nutzer verdient Respekt“, stellte er klar.
Wochenblatt / Radio Guairá / Beitragsbild Archiv















