Diplomatischer Konflikt

Asunción: Paraguay bricht die diplomatischen Beziehungen mit Venezuela ab. Jetzt taucht aber ein anderer Konflikt auf, insbesondere dessen, weil der venezolanische Botschafter in Paraguay mit einer Paraguayerin verheiratet ist.

Das Außenministerium stellte am Wochenende in einem Kommuniqué klar, dass der venezolanische Botschafter Alfredo Murga nicht ausgewiesen worden sei, sondern 15 Tage Zeit habe, um das Land aufgrund des Bruches der Beziehungen zu verlassen. Der Diplomat hat eine paraguayische Ehefrau.

Der stellvertretende Außenminister Hugo Saguier Caballero berichtete am vergangenen Samstag über die Folgen des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Paraguay und Venezuela.

Die Regierung von Mario Abdo Benítez hatte am vergangenen Donnerstag beschlossen, die Beziehungen mit dem Regime von Nicolás Maduro zu brechen, dem sie nicht ihre Legitimität als Ergebnis betrügerischer Wahlen im vergangenen Mai anerkennt.

Saguier Caballero erinnerte daran, dass dem venezolanische Botschafter in Asunción, Alfredo Murga, eine angemessene Frist von höchstens 15 Tagen für die Ausreise und den Abzug des venezolanischen diplomatischen Personals aus dem Staatsgebiet eingeräumt worden sei, vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 45 in dem Wiener Übereinkommen.

Saguier gab zu, dass er nicht wisse, ob der venezolanische Diplomat später im Land bleiben werde.

„Wir weisen ihn nicht aus, wir geben ihm 15 Tage Zeit, um das Land zu verlassen. Die Situation in Venezuela ist schwierig, denn die internationale Gemeinschaft erkennt den Staat nicht an“, sagte Saguier.

Er erinnerte daran, dass Venezuela seit 2016 wegen eines Verstoßes gegen die demokratische Ordnung im Mercosur suspendiert sei. Er weist darauf hin, dass es im Block keinen Konsens für die endgültige Ausweisung gebe, weil Uruguay das Maduro-Regime unterstütze.

Saguier Caballero betonte auch, dass derzeit 14 Paraguayer Stipendien von der venezolanischen Regierung erhalten haben und sie Schwierigkeiten hätten, nach Paraguay zurückzukehren, weil die Maduro-Regierung “fast nicht mehr für ihr Studium bezahlt, geschweige denn die Flugtickets für die Rückreise“.

Er sagte weiter, die Betroffenen könnten beim uruguayischen Konsulat in Caracas um diplomatischen Beistand ansuchen. Dies liegt daran, dass die paraguayische Botschaft im karibischen Land ihre Pforten geschlossen habe und der Botschafter Santiago Riquelme schon wieder in Paraguay sei.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Diplomatischer Konflikt

    1. @Johann
      Was heißt hier dumm gelaufen.Seine Frau hat die Staatsbürgerschaft, damit könnte er Grundsätzlich bleiben.
      Das Personal zieht ab, wo Er mit seiner Frau seinen Wohnsitz/Lebensmittelpunkt wählt eine andere Hochzeit.
      Nächstes Mal Augen auf bei der Partnerwahl.Vom Alter her hat sie sich gut gehalten, hola da gibt es aber ganz andere Vogelscheuchen,so Hässlich ist die Frau nicht!
      Was soll das,der hatte die Augen auf als er seine Frau zum ersten mal sah, in jungen Jahren war sie ein heiße Braut, im Gegensatz zu einigen anderen!