Dreck in der Luft führt zu Schlaganfall

In der Medizinerzeitschrift „British Medical Journal“ erschien kürzlich ein Artikel, der die Kontamination von Luft mit der Wahrscheinlichkeit einen zerebralen Insult, oder auch Schlaganfall, zu erleiden, beschreibt.

„Die Luftverschmutzung ist ein wichtiger Faktor wenn es um Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Herz oder den Gefäßsystemen geht, besonders Feinstaubpartikel (PM 2.5 und PM 10) sind für mehr als 3 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich,“ sagt der Oberarzt im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Hospital de Clinicas.

Schlaganfälle, aber auch akutes Herzversagen, können die Folge auch nur kurzzeitiger Exposition an Feinstaub sein. Ein Gehirnschlag oder dessen Folgen sollen für 5 Millionen Todesfälle jährlich im weltweiten Maßstab ursächlich sein.

Der Mediziner sagte, die Häufigkeit dieser medizinischen Ereignisse nehme stark zu und ganz besonders in schwach entwickelten Ländern, wo 66% der Fälle auftreten. Die bekannten Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder Fettleibigkeit verstärken natürlich das Risiko enorm, einem Herz-Kreislauf-Versagen oder Schlag zu erleiden.

Partikel vom Typ PM 2.5 gelangen hauptsächlich mit dem Dieselausstoß in die Luft und finden einen leichten Weg in die Atemwege. PM 10 sind feste oder auch flüssige Teilchen, wie Staub, Asche, Ruß, Metallteilchen, Zemen oder auch Pollen, die in der Atomsphäre zirkulieren.

Beide Typen sind gemäß dem erwähnten Artikel Auslöser für viele Klinikaufenthalte und Todesfälle. Beim Typ PM 2.5 war der Zusammenhang am Tag der Einatmung der Partikel und einem Schlaganfall am deutlichsten, aber auch am Folgetag und noch nach zwei Tagen war ein klarer Zusammenhang zu erkennen, unabhängig von Alter und Geschlecht der Untersuchten.

Frühere Studien haben gezeigt, wie die kontrollierte Aufnahme von Teilchen sich ungünstig auf Zellen (Endothel) auswirkte, eine erhöhte Aktivität des Nervensystems auslöste, was wiederum zu einer Zusammenziehung der Blutgefäße führte. Ebenso stieg der Blutdruck, es wurde eine Minderdurchblutung festgestellt und das Risiko eine Thrombose zu erleiden stieg an.

Quelle: Última Hora

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