Drei Jahrhunderte überstanden, aber jetzt vor dem Verfall

Santa Rosa: Ein Turm der Jesuiten hat mehr als drei Jahrhunderte überstanden, nun steht er aber vor dem Verfall. In Auftrag gegebene Restaurierungsarbeiten wurden plötzlich eingestellt.

Der Turm aus rotem Stein von mehr als 300 Jahren, Erbe der Jesuiten und eine der Haupttouristenattraktionen von Santa Rosa, Misiones, ist in einem schlechten Zustand. Wurzeln von Pflanzen, bekannt unter dem Namen “Guapo’y“, greifen einen großen Teil der Struktur an und bedrohen so die Stabilität und Integrität des Bauwerks. Wenn keine fachgerechten Sanierungen erfolgen, wird die Pflanze weiter wachsen und den Turm überwuchern.
Deren Wiederherstellung ist dringend notwendig.

Von der zuständigen Pfarrei Santa Rosa de Lima erwähnten die Verantwortlichen, dass zwar die notwendigen Vorbereitungen getroffen seien, aber es gebe noch keine konkreten Antworten bei deren Umsetzung.

„Im vergangenen Jahr wurde eine Ausschreibung für die Restaurierung durchgeführt. Die Arbeit wird vom Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) geleitet. Es ist ein Projekt, das in Verbindung mit anderen in Einklang gebracht werden soll. Dazu zählt eine Sanierung der Gehwege vor der Kirche, die Kapelle von Loreto, das Haus der Indianer, aber nur der Teil des Turms wurde bisher genehmigt. Den Auftrag für die Arbeit bekam der Ingenieur Mario Llano Vanni, aber es gibt eine Sackgasse wegen einer Anzeige durch andere Mitbewerber. Die Arbeit verzögert sich und die Notwendigkeit ist aber dringend geboten“, sagte Joaquín Martínez, Pfarrer von Santa Rosa.

Der Eigentümer des prämierten Unternehmens gab an, dass alle Dokumente bereits vorgelegt worden seien, damit sie anfangen könnten, jedoch sei der Vertrag noch nicht unterschrieben. „Ich habe an der Ausschreibung teilgenommen und das niedrigste Angebot vorgelegt, weil ich nicht viele Verwaltungskosten habe und in Misiones lebe“, sagte Vanni.

Er stellte fest, dass die Blockade des Projekts auf einen unfreiwilligen Fehler zurückzuführen sei, der bereits vom MOPC selbst erkannt worden sei. Jedoch käme es immer noch zu keiner Aufhebung des blockierten Prozesses.

„Es ist eine schrecklich die Situation, die in Santa Rosa passiert, weil es dringend notwendig ist, dieses historische jesuitische Erbe zu retten“, sagte Ingenieur Mario Llano Vanni, Eigentümer von MLLV, Constructora.

Er fügte hinzu, dass die Lösung in der Direktion für das öffentliches Beschaffungswesen läge. „Sie müssen endlich entscheiden. Wir haben bereits alle Dokumente als zuständiges Unternehmen und die Gemeinde ebenfalls vorgelegt. Das vorgesehene Budget, das vorgesehen ist, lag bei 1,85 Milliarden Guaranies“, präzisierte Vanni seine Aussagen.

Die Anwohner befürchten, dass das Gleiche passieren wird wie bei der Ausschreibung zur Restaurierung des alten Tempels in Yabebyry. Dabei wurde das Angebot aufgrund von Protesten für ungültig erklärt und der Zustand von dem historischen Erbe verschlechtert sich immer mehr. Es ist bereits weitgehend eingestürzt.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Drei Jahrhunderte überstanden, aber jetzt vor dem Verfall

  1. Warum wohl wurden die Restaurierungsarbeiten eingestellt? Ist doch klar – das bereit gestellte Geld wurde zwischenzeitlich brüderlich verteilt und ist ausgegeben. Wie das eben hier so üblich ist.

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