Dreizehn Drogenschmuggler in nur acht Monaten freigelassen

Mit fraghaften Entscheidungen, in der Mehrzahl der Fälle, haben Berufungsgerichte und Bewährungsrichter prozessierte Drogenschmuggler befreit. Die Provinz Amambay, ein Zentrum des Drogenschmuggels, ist Spitzenreiter bei der fraglichen Auffassung von Recht und Unrecht.

Nicht weniger als dreizehn beschuldigte Drogenschmuggler wurden in acht Monaten von der paraguayischen Justiz befreit. Einige der Richter, die ihnen zur Freiheit verhalfen, werden mittlerweile selbst auf Fehlverhalten untersucht. Der letzte in dieser Reihe war der Polizist Gabriel García.

Die dreizehn Personen wurden in fünf Fällen von der Staatsanwaltschaft beschuldigt und prozessiert, immer wegen Drogenschmuggel. Zwei der fünf Fälle gehören in den Gerichtsbezirk von Amambay.

Der erste Fall ereignete sich am 28.07.2010, als drei Drogenschmuggler von Richter Manuel Fernández mit alternativen Maßnahmen zum Gefängnis begünstigt wurden. Die Gewinner dabei waren Jorge Ramón Peña Fernández, Víctor Hugo dos Santos und der Brasilianer Joao Carlos Vidal dos Santos. Alle wurden wegen Drogenschmuggel von 450 Kg Kokain prozessiert, der am 18.06.2007 in Portera Ortiz, Amambay, stattfand. Noch vor der Anhörung der Staatsanwaltschaft beschloss der Richter die Maßnahme, doch der Brasilianer floh wieder in sein Heimatland, von wo er nicht ausgeliefert werden kann.

Der Hauptfall

Dies scheint der Fall zu sein, der am meisten für Furore gesorgt hat, als am 15.09.2010 die Richter María Doddy Báez, Silvio Reyes und Enrique Alfonso, die Fall annullierten in den der Sohn von Drogenbaron Jarvis Pavão verstrickt war. Die Richter werden derzeitig auf Fehlverhalten untersucht.

Dabei wurden der Sohn José Martínez Mendi Pavão, sein Onkel Rafael Novaes Chimenes, und weitere vier Helfer freigelassen. Der Fall erregte viel Aufsehen weil einer der Festgenommenen der Sohn von Jarvis Pavão ist. Alle wurden nach dem Fund von 111,6 Kg Kokain im Grundstück „Estancia Cuatro Filhos“ von Jarvis Pavão in Yby Yaú verhaftet.

Ende des Jahres

Am 30.12.2010 hat das Berufungsgericht, angeführt durch Emiliano Rolón, Arnulfo Arias und Natividad Meza, alternative Maßnahmen zum Gefängnis für Rony Freitas und Marcelo Carvallo Giménez beschlossen. Die Entscheidung wurde sehr kritisiert vom Anti-Drogen Staatsanwalt, Francisco José de Vargas. Sie wurden im Dezember 2008 mit 11 Kg Kokain in Fernando de la Mora festgenommen. Die Droge sollte in die Ukraine gesendet werden.

Am 31.01.2011 hat das Berufungsgericht von Amambay besetzt durch die Forumsanwälte, Martín María Laguna, Teodora González und Edgar Meneses, den Drogenschmuggler Wilfrido Arce Cáceres freigelassen. Er wurde am vergangenen 01.12.2010 nach einer Verfolgungsjagd mit der Senad mit 336 Kg Kokain verhaftet.

Der letzte Fall war der Polizist Gabriel García, der vom Berufungsgericht in San Pedro freigesprochen wurde. Er wurde bei einer Anti-Drogenoperation „Koé Pyahu“ in der Nähe von Horqueta mit 275 Kg Marihuana festgenommen. Die Richter Félix Ramírez wurde von seinen Kollegen Lourdes Garcete und Enrique Cubilla überstimmt.

(Wochenblatt / Última Hora)

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