Düstere Zeiten stehen bevor

Asunción: Der Wirtschaftswissenschaftler Amilcar Ferreira malt ein schwarzes Szenario an den Himmel. Er warnt vor kommenden düsteren Zeiten, in denen es zu massiven Preiserhöhungen kommen werde. Die Inflationsrate von 0,8% für Januar 2018 sei ein wenig überraschend, so Ferreira.

Der Anstieg von den Preisen bei den Brennstoffen dauert rund 60 Tage, um sich auf alle Produkte im Grundnahrungsmittelkorb auszuweiten. Laut der Zentralbank von Paraguay (BCP) betrug die Inflation im Januar 0,8%, der Monat, der die Verbraucher mit steigenden Benzin-, Diesel-, Ticket-, Dienstleistungs-, und Lebensmittelpreisen überraschte. Experten waren von dem Ergebnis bei dem Index etwas verwundert. Vorläufig ist die BCP immer noch die einzige Institution im Land, die regelmäßig die Preise im Grundnahrungsmittelkorb überprüft.

Ferreira warnte vor kommenden Zeiten. Der Einfluss von den Kraftstoffen auf andere Produkte dauert in der Regel 60 Tage, dann ist der Übergang zu den Preisen abgeschlossen. „Der Kraftstoff ist transversal zu allen Preisen des Index, da er alle Produkte der Wirtschaft betrifft“, erklärte der Analyst. Er sieht düstere Zeiten kommen, denn alle Akteure, so Ferreira, würden dazu tendieren, den Anstieg auf die Waren zu übertragen, auch wenn einige diese absorbieren, um nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Somit könnte dies auch erklären, warum der Spill-Effekt bei anderen Produkten im Grundnahrungsmittelkorb nicht so stark ausfiel.

Laut der BCP hatten die Kraftstoffe, wie Diesel und Benzin, diesmal den größten Anteil der Preisschwankungen im Januar mit einem Anstieg von 6% und einem Anteil von 42% am inflationären Ergebnis des Monats Januar.

Um die Glaubwürdigkeit der Inflationskontrolle glaubhafter zu machen, wird es nach Ansicht von Analysten immer dringlicher, parallele Institute zu haben, die Preise ebenfalls analog zur BCP bewerten. Außerdem soll die BCP nicht für die Preismessung und Kontrolle der Inflation zuständig sein.

Laut Ferreira könnte die Generaldirektion für Statistik und Volkszählung die Preise bewerten, sodass die BCP in ihrer Funktion, die Inflation zu kontrollieren, unabhängiger sei.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Düstere Zeiten stehen bevor

  1. Christian2005

    Nun wenn Paraguay statt Diesel Jatrophaöl verfahren würde, müsste dieser Kraftstoff schonmal nicht teuer importiert werden? Aber dazu müssten Politiker Zukunftzvisionen haben und diese haben nur Sinn für sich selbst!

  2. Ein riesiges unproduktives Beamtenheer, kaum Produktion, explodierende Schulden, dazu Korruption auf allen Ebenen: das muss zu einer wachsenden Inflation führen.
    Diese nicht wahnsinnig bahnbrechende Erkenntnis ist für die Paraguayer unmöglich zu begreifen, wie für unsere euroöäischen Linken auch.
    Aber für uns Europäer ist das eigentlich egal, denn im wesentlichen folgen die Kurse für unsere Währungen brav der hiesigen Geldentwertung. Als ich nach Paraguay kam, stand der Schweizer Franken zum Guarani auf 1.100. Heute auf 6.000.

  3. Der „Wirtschaftswissenschaftler“ Amilcar Ferreira scheint in der Schule in Mathe immer gefehlt zu haben und beim Studium wohl auch.
    Beispiel:
    Der Anteil von Energie am Endpreis von z. B. Backwaren beträgt ca. 6 %. Nun gibt es eine Preiserhöhung (Durchschnitt Strom und Treibstoffe) von rund 10 %.
    Damit kostet das Kilo Pan Felippe nicht mehr 5.000 G sondern 5.025 G.
    Nun könnte ja noch argumentiert werden, dass das Mehl ja auch von A nach B gefahren werden muss.
    Da kommen auch nur 0, % heraus, da ja mindestens 40 t Mehl auf einen Sattelzug passen.
    Alles Andere wäre reine Abzocke unter dem Deckmantel der Preiserhöhung für Energie.
    Aber so wird es wohl kommen.

    1. Amilcar Ferreira er kann nicht rechnen. Der Backwarenpreis setzt sich auch einzelnen Komponenten zusammen.
      Mehl sind nur3-6.% je nach Sorte und Qualität.Bei Energie ist es auch minimal. Hier wollen wieder einige schnell Reich werden und die letzten Lohnerhöhungen schnell in voller breite auffressen